OpenAI erwartete eine iPhone-Goldgrube, Apple nicht

OpenAI prüft mögliche rechtliche Schritte, nachdem Benutzer mit den ChatGPT-Integrationen von Apple getan haben, was sie wollten, und sich nicht für genügend kostenpflichtige Konten angemeldet haben, anstatt das zu tun, was CEO Sam Altman erwartet hatte.

Ein 14. Mai Bloomberg Dem Bericht zufolge hat OpenAI externen Rechtsbeistand hinzugezogen und Optionen besprochen, die unter anderem die Übermittlung einer Vertragsverletzungsmitteilung an Apple einschließen könnten. Berichten zufolge erwartete OpenAI eine tiefere ChatGPT-Integration in iOS, iPadOS und macOS, um ein großes Abonnementwachstum durch das Apple-Ökosystem voranzutreiben.

Führungskräfte von OpenAI glauben nun, dass die Partnerschaft finanziell enttäuschend und weitaus begrenzter war als erwartet. Apple und OpenAI gingen die Vereinbarung mit unterschiedlichen Prioritäten ein.

Apple brauchte einen erkennbaren KI-Partner, während sich große Siri-Upgrades und Apple Intelligence-Funktionen noch in der Entwicklung befanden. OpenAI suchte Zugang zu Hunderten Millionen Apple-Nutzern und glaubte, dass das iPhone eine bedeutende Quelle für wiederkehrende ChatGPT-Abonnements im Wert von Milliarden pro Jahr werden könnte.

Berichten zufolge betrachteten die Unternehmen intern die OpenAI-Vereinbarung als potenzielles Gegenstück zu Apples enorm profitablem Google-Suche-Deal in Safari. Die ChatGPT-Partnerschaft konnte nie annähernd dieses Umsatzniveau oder diesen strategischen Wert generieren.

Keines der beiden Unternehmen hat die Partnerschaft auf große Direktzahlungen ausgerichtet. Stattdessen erwarteten beide Seiten strategische Vorteile. OpenAI erwartete ein Kundenwachstum und Abonnements, während Apple eine vorläufige KI-Lösung erhielt, während es seine eigenen generativen KI-Systeme weiter aufbaute.

Apple hielt ChatGPT verfügbar, aber streng kontrolliert

Trotz der vielbeachteten Ankündigung von Apple zur WWDC 2024 bietet ChatGPT in der Software von Apple weniger Funktionen als die eigenständige App von OpenAI und arbeitet innerhalb viel engerer Grenzen.

Benutzer müssen häufig explizit „ChatGPT“ in Siri-Eingabeaufforderungen aufrufen, bevor Anfragen an die Systeme von OpenAI weitergeleitet werden. Antworten erscheinen auch in kleineren Fenstern der Benutzeroberfläche mit weniger Informationen, als die eigenständige App normalerweise bereitstellt.

Interne Studien von OpenAI ergaben, dass die Nutzer mit überwältigender Mehrheit die eigenständige ChatGPT-App den integrierten Integrationen von Apple vorzogen.

Die Version von Apple ähnelt eher einer streng verwalteten Siri-Erweiterung als einer tief integrierten KI-Schicht im gesamten Betriebssystem. Die eigenständige App bietet Funktionen, die in der Apple-Implementierung nicht verfügbar sind, wie z. B. persistenten Speicher, breiteren Modellzugriff, erweiterte Sprachtools, benutzerdefinierte GPTs und direkte Abonnementverwaltung.

Berichten zufolge erwarteten OpenAI-Führungskräfte eine breitere Integration in alle Apple-Apps und eine prominentere Platzierung innerhalb von Siri. Stattdessen hielt Apple die Implementierung relativ eng, während es gleichzeitig die Entwicklung seiner eigenen Apple Intelligence-Systeme fortsetzte.

Berichten zufolge machte sich Apple während der Verhandlungen über die Partnerschaft intern Sorgen über die Datenschutzstandards von OpenAI. Das Unternehmen baute Apple Intelligence rund um die Verarbeitung auf dem Gerät und Private Cloud Compute auf, um mehr Benutzerdaten in der von Apple kontrollierten Infrastruktur zu speichern.

Apple Intelligence

Diese Spannungen hinsichtlich der Datenkontrolle sind der Kern dafür, warum die beiden Unternehmen nie vollständig aufeinander abgestimmt waren. Die Cloud-fokussierten Systeme von OpenAI funktionieren ganz anders, sodass Apple weniger direkte Kontrolle darüber hat, wie externe KI-Modelle Benutzerinformationen verarbeiten.

OpenAI scheint zunehmend ein zukünftiger Apple-Konkurrent zu sein

Auch außerhalb der Software ist die Beziehung zwischen den Unternehmen komplizierter geworden. OpenAI hat das KI-Hardware-Startup von Jony Ive übernommen und rekrutiert energisch Apple-Ingenieure für seine wachsenden Geräteambitionen.

OpenAI bot einigen Apple-Rekruten Vergütungspakete im Wert von mehreren Millionen an, als Apple bereitgestellt hatte. Diese Schritte positionieren OpenAI zunehmend als Konkurrenten und nicht als Partner.

Apple baut außerdem neue Hardware-Initiativen im Zusammenhang mit dem KI-Startup von Jony Ive auf und bereitet sich gleichzeitig auf eine Zukunft vor, in der externe KI-Anbieter zu austauschbaren Diensten innerhalb von iOS werden.

Apple plant, in iOS 27 ein „Erweiterungen“-System einzuführen, das Benutzern die Auswahl zwischen mehreren externen KI-Modellen ermöglicht. ChatGPT, Claude von Anthropic und Google Gemini werden voraussichtlich alle Teil des Systems sein.

Externe KI-Modelle werden zu austauschbaren Diensten innerhalb von iOS und nicht zu zentralen Plattformfunktionen. ChatGPT scheint darauf ausgerichtet zu sein, neben Siri und Apple Intelligence zu operieren, anstatt eine dominierende Ebene im Apple-Ökosystem zu werden.

Jeder Rechtsfall könnte sich immer noch als schwierig erweisen. Große Plattformvereinbarungen geben Unternehmen wie Apple häufig umfassende Kontrolle über Implementierungsdetails, Platzierung und Produktdesignentscheidungen. Und die Benutzer werden tun, was sie wollen, unabhängig von den Erwartungen des Silicon Valley.

OpenAI hofft immer noch, die Meinungsverschiedenheit privat beizulegen und wird möglicherweise warten, bis der Rechtsstreit mit Elon Musk abgeschlossen ist, bevor es formelle Schritte gegen Apple einleitet. Eine Klage ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht garantiert.