Der Campus von TSMC in Arizona umfasst etwa 2.000 Hektar. Bildnachweis: Christopher Payne
Während Apple versucht, die Chipproduktion wieder anzukurbeln, investiert TSMC weitere 20 Milliarden US-Dollar in seine Werke in Arizona, während Intel angeblich die Testproduktion hochfährt.
Die US-Produktion von Apple-Prozessoren nahm bereits zu, da Intel Berichten zufolge einen Testlauf mit iPhone- und Mac-Chipsätzen durchführte, aber jetzt hat TSMC weitere 20 Milliarden US-Dollar für seine Anlage Fab 21 in Arizona genehmigt. Dies ist sowohl auf politischen Druck weltweit als auch auf globale Engpässe zurückzuführen, die dazu führen, dass mehr Verarbeitungsanlagen benötigt werden.
Entsprechend TechPowerDie Entscheidung, die Investition in Arizona zu erhöhen, beinhaltete die Möglichkeit, dass TSMC sie in Zukunft noch weiter erhöhen könnte. Die Bestätigung der 20 Milliarden Dollar mag zwar neu sein, passt aber auch zu einem Bericht von Nikkei Asien Im Dezember 2025 hieß es, dass TSMC etwa im Sommer 2026 Werkzeuge zur Chipherstellung in sein zweites Werk in Arizona verlegen werde.
Aber dieser Bericht und diese neue Bestätigung passen auch dazu, dass TSMC-CEO CC Wei zuvor gesagt hat, dass das Unternehmen seine US-Expansion um „mehrere Quartale“ beschleunigen müsse. Das zweite Werk beispielsweise sollte ursprünglich bis 2028 vollständig ans Netz gehen.
Entsprechend CPGInsgesamt verfügt die TSMC Arizona Fab 21-Fabrik über eine Fläche von 3,5 Millionen Quadratfuß, die über 1.100 Acres bebaut ist. Es wird angenommen, dass 90.000 bis 100.000 4-Nanometer-Wafer hergestellt werden.
TSMC hat Berichten zufolge angekündigt, dass Apple bis Ende 2026 über 100 Millionen Chips kaufen wird, die bei Fab 21 hergestellt wurden.
Politik und Wirtschaft
Es ist kein Zufall, dass TSMC dies tut, da Apple gerade Verträge mit Intel abschließt. Neben der weltweiten Chipknappheit aufgrund der exponentiellen Nachfrage von KI-Unternehmen gibt es auch Handelsspannungen.
Am deutlichsten wurde das an der Situation zwischen den USA und China, insbesondere unter der aktuellen amerikanischen Regierung. Doch wie die CIA Tim Cook privat mitteilte, gibt es Gründe, eine chinesische Invasion in Taiwan bis 2027 zu befürchten.
Die lebenswichtige Bedeutung von TSMC für die weltweite Prozessorversorgung hat Taiwan bisher jedoch zu einem sogenannten Siliziumschutzschild verholfen. Man geht davon aus, dass die USA im Falle einer Invasion Chinas Taiwan unterstützen würden, weil es für die amerikanische und globale Wirtschaft so wichtig ist.
Der Bau von Produktionsstätten in den USA wird die Menge der in Taiwan hergestellten Prozessoren nicht wesentlich ersetzen. Dies gilt insbesondere, da immer wieder berichtet wird, dass Chips zur Fertigstellung dorthin zurückkehren müssen.
Aber es stärkt die Bindungen von TSMC an die USA, und das in einer Zeit, in der großer Druck besteht, die Produktion wieder ins Ausland zu verlagern.
Es gibt ein Argument dafür, dass Apple jetzt Prozessoren von Intel kauft, weil die Trump-Regierung Anteile an diesem Unternehmen besitzt. Ebenso gibt es das Argument, dass die Expansion von TSMC in Arizona politisch motiviert sei.
Auch hier handelt es sich eigentlich schon um die jüngste Steigerung. Bereits im Jahr 2020 kündigte TSMC an, eine 12-Milliarden-Dollar-Fabrik in Arizona zu eröffnen. Dann, im Jahr 2024, bevor das erste Werk überhaupt eröffnet wurde, erhöhte das Unternehmen seine Investition auf 40 Milliarden US-Dollar.
Dabei handelte es sich um den Bau einer zweiten Fertigungsanlage, und noch später fügte TSMC eine dritte hinzu. Zum Vergleich: TMSC betreibt derzeit 11 Werke in Taiwan, die etwa 60 % des Chipbedarfs von Apple decken.