Riot, der Gaming-Riese hinter „Valorant“ und „League of Legends“, stellte in einem Artikel auf X klar, dass sein Vanguard-Anti-Cheat keine PCs zerstört. Es kursierten Gerüchte, dass er ein Foto verschiedener Hardware-Geräte auf Twitter teilte. Infolgedessen begann die Community schnell zu hinterfragen, ob Riot tatsächlich PCs zerstören könne.
Riot zerstreute die Gerüchte schnell, indem es bestätigte, dass Vanguard keine Hardware beschädigen oder Geräte deaktivieren kann. Die Macher von „League of Legends“ (das bis heute eines der besten kostenlosen Spiele ist) stellten weiter klar, dass das Foto Geräte zeigte, die in ihrem Spiel „Valorant“ zum Betrügen verkauft wurden und nun praktisch unbrauchbar sind. Mit anderen Worten: Die aktualisierte Vanguard-Anti-Cheat-Software blockiert Cheat-Geräte, sodass jeder Versuch, sie für den beabsichtigten Zweck zu verwenden, zu Hardwareproblemen führen kann.
Laut Riot bleiben die Geräte selbst auch nach der Deaktivierung von Sicherheitsfunktionen wie IOMMU funktionsfähig. Da diese nun jedoch für den Betrieb der Riot Games-Software unerlässlich sind, sind Betrüger gezwungen, aufzugeben. Das Unternehmen bekräftigte außerdem sein Engagement für den Schutz der Transparenz und Integrität von Spielen durch Investitionen in zusätzliche Anti-Cheat-Protokolle und versicherte den Spielern, dass dies nur diejenigen betrifft, die betrügerische Hardwarekonfigurationen verwenden.
Wie funktioniert Riots Vanguard?
Natürlich ist Riot nicht das erste Unternehmen, das Anti-Cheat-Maßnahmen in seinen Wettbewerbsspielen einführt. Beispielsweise hat das Team hinter „Call of Duty“ einst ein System eingeführt, das legitime Spieler für Betrüger unsichtbar machte. Was Vanguard an oberflächlicher Originalität fehlt, bietet es eine Fülle an Effektivität. Tatsächlich ist es so mächtig, dass das System in den vier Jahren seit seiner Einführung in „Valorant“ 3,6 Millionen Cheater verhindert hat. Der Kernel-Modus-Treiber von Vanguard läuft immer im Hintergrund und überwacht das System. Gleichzeitig steht ein weiterer Client zur Verfügung, der aktiv wird, wenn Spieler ein Riot-Spiel starten.
Betrüger finden jedoch immer eine Lösung. Infolgedessen erfreuen sich DMA-Tricks großer Beliebtheit, da sie Software-Schutzmaßnahmen durch die Implementierung externer Hardware umgehen können, die direkt auf den Speicher zugreifen kann. Genau aus diesem Grund hat Riot das Update für Konten erzwungen, die DMA-Geräte bereitgestellt haben, und daher den Kommentar „Zwischenablage“ abgegeben.
Letztendlich handelte es sich bei dem Gerücht, dass die Anti-Cheat-Software Vanguard von Riot PCs kaputt machte, nur um einen falsch interpretierten Witz. Das Unternehmen warf Betrügern noch mehr Schatten zu und versicherte ihnen, dass ihre DMA-Geräte weiterhin in anderen Spielen funktionieren würden. Riot ging sogar so weit, sie aufzufordern, IOMMU im BIOS zu deaktivieren, um das Gerät wieder zum Cheaten bereit zu machen, betonte jedoch, dass sie die Hardware einfach nicht weiter für „Valorant“-Matches verwenden könnten.
