Der App Store von Apple hat im Laufe der Jahre mehrere Veränderungen erfahren. Anfang des Jahres hat Apples App Store damit begonnen, mehr Werbung zu schalten, aber auch Abonnements über den App Store sind günstiger geworden. Die neueste Entwicklung ist, dass Sie jetzt mindestens 18 Jahre alt sein müssen (oder die Erlaubnis einer anderen Person haben müssen), um den App Store nutzen zu können – allerdings nur, wenn Sie in Texas leben.
Am 3. Juni 2026 gab Apple bekannt, dass eine einstweilige Verfügung, die den Gesetzentwurf 2420 des texanischen Senats (App Store Accountability Act) blockiert, aufgehoben wurde, was bedeutet, dass alle neuen Apple-Konten im Bundesstaat dem Gesetz unterliegen. Jeder, der Apps auf Apple-Geräte herunterladen, wesentliche Änderungen an einer App vornehmen oder sogar In-App-Käufe tätigen möchte (wahrscheinlich der einzig gute Teil des Gesetzes), muss entweder bestätigen, dass er 18 Jahre oder älter ist, oder in seinem Namen die Zustimmung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten einholen. Dieses Gesetz trat dann am 4. Juni in Kraft.
Zuvor hatte Apple gegen SB 2420 unter Berufung auf Datenschutzbedenken gekämpft. Während das Gesetz zum Beispiel verhindern könnte, dass junge Nutzer riesige Rechnungen anhäufen, indem sie neben anderen In-App-Käufen Tonnen von „Fortnite“-Skins kaufen, sagte Apple, dass SB 2420 „die Privatsphäre aller Nutzer verletzen könnte, indem die Erhebung sensibler persönlicher Daten allein für den Download einer App verlangt wird.“ Wer möchte schon persönliche Informationen (einschließlich Standort) preisgeben, nur um wichtige alltägliche iPhone-Apps zu installieren?
Apple versucht, den Schwarzen Peter (und die Schuld) abzuwälzen
Apple ist nicht besonders daran interessiert, dass Nutzer Einkäufe außerhalb des App Stores tätigen – deshalb wurde „Fortnite“ schließlich vorübergehend aus dem App Store entfernt. Laut Apple müssen viele Entwickler möglicherweise „neue Funktionen übernehmen“, um zu bestätigen, ob ein registrierter Erwachsener mit ihrer App interagiert. Dazu gehören Änderungen an einer App, das Erlauben des Kaufs von Mikrotransaktionen und der Widerruf dieser Erlaubnis. Apple hat zwei APIs bereitgestellt – die Declared Range API und die Significant Change API – um diese Funktionen zu ermöglichen.
Auf den ersten Blick scheint dies eine berechtigte Bitte zu sein. SB 2420 besagt, dass der App-Store-Besitzer eine wirtschaftlich angemessene Verifizierungsmethode verwenden muss, um das Alter der Person zu überprüfen. Allerdings steckt der Teufel im Detail. Apple verkündete: „Es liegt in der Verantwortung des Entwicklers, zu bestimmen, wann eine wesentliche Änderung an seiner Anwendung vorgenommen wird.“ Man könnte dies leicht so interpretieren, dass Apple erklärt, dass das Unternehmen sein Produkt aus der Liste nehmen könnte, wenn Entwickler die APIs nicht verwenden, um SB 2420 einzuhalten. Wenn sich das Gesetz an Entwickler richtet, ist es eher daran interessiert, dass sie Altersfreigaben bereitstellen, als diese durchzusetzen.
