Wenn Sie ein Gerät mit Android 15 oder höher besitzen, verfügen Sie wahrscheinlich über ein verstecktes digitales Fach, das wie ein Telefon im Telefon funktioniert. Dies ist Teil einer unglaublich nützlichen Sicherheitsfunktion, die aus irgendeinem Grund standardmäßig nicht aktiviert ist und nicht wirklich besprochen wird. Dies ist auch eine der vielen Datenschutzfunktionen, die nur auf Android-Telefonen verfügbar sind. Wird auf Pixel und anderen ausgewählten Geräten „Private Space“ oder auf Samsung „Sicherer Ordner“ genannt. Stellen Sie sich das so vor, als würden Sie eine weitere Partition oder Instanz des Hauptsystems Ihres Telefons erstellen. Vom Konzept her funktionieren sie auf die gleiche Weise, indem sie einen segmentierten, „privaten“ Bereich erstellen, in dem Sie Apps installieren und vertrauliche Daten speichern können.
Es handelt sich um einen von Ihrem Hauptprofil getrennten digitalen Tresor, der Apps und Dateien speichern kann und sogar über ein eigenes Schloss verfügt. Es kann auch versteckt sein und nur dann zugänglich sein, wenn Sie wissen, dass es da ist. Warum brauchen Sie das? Apps, die Sie im sicheren Bereich installieren, verbergen nicht nur vertrauliche Apps und andere Dateien, sondern haben auch keinen Zugriff auf Ihre Kernbenutzerdaten. Dadurch bleiben Ihr Hauptprofil und Ihre Daten isoliert. Sie können eine Banking-App installieren, die nichts anderes erreichen kann, E-Mail-Apps trennen oder Konten fast wie ein zweiter Benutzer (nur privater Bereich) vollständig trennen. Sie können Dateien auch in die sichere Segmentierung übertragen.
Um auf kompatiblen Android-Geräten zu beginnen, gehen Sie zu Einstellungen > Sicherheit und Datenschutz > Privater Bereich. Sie müssen sich bei einem Google-Konto anmelden und eine Sperre einrichten, die sich von der Hauptsperre auf Ihrem Gerät unterscheiden sollte. Gehen Sie auf Samsung-Geräten wie der Galaxy S25- oder S26-Serie zu „Einstellungen“ > „Sicherheit und Datenschutz“ > „Weitere Sicherheitseinstellungen“ > „Sicherer Ordner“. Für den sicheren Ordner von Samsung benötigen Sie ein Samsung-Konto und eine E-Mail-Adresse, sodass Sie kein weiteres Google-Kontoprofil einrichten können.
Was Sie über den privaten Bereich und den sicheren Ordner wissen müssen
Es sind Einschränkungen zu beachten. Sie können Private Space nicht auf einem verwalteten Gerät oder mit Geräten verwenden, die über ein überwachtes Konto verfügen. Darüber hinaus können sichere Zonen nur vom primären Benutzer eines Geräts erstellt und verwaltet werden, nicht von sekundären Profilen oder Gastprofilen.
Nach der Installation erscheint das Symbol „Privater Bereich“ oder „Sicherer Ordner“ unten in Ihrer App-Schublade. Sie können es entsperren, indem Sie es öffnen und Ihr Passwort, Ihre PIN oder ein einzigartiges Muster eingeben. Es sollte eine Option zum erneuten Sperren geben, wenn Sie es schließen möchten. In beiden Fällen gibt es jedoch eine Möglichkeit, das Symbol vor neugierigen Blicken zu verbergen. Zugegeben, selbst wenn jemand weiß, dass es aktiv ist, kann er ohne die Sicherheitsdetails nicht darauf zugreifen, das ist also ein Plus.
Um den privaten Bereich auf Android (Pixel) auszublenden, öffnen Sie die App-Schublade, tippen Sie auf „Privater Bereich“ und entsperren Sie den Zugriff. Tippen Sie anschließend auf das Zahnradsymbol oder auf die Einstellungen und wählen Sie unter „Ausblenden“ die Option „Privaten Bereich ausblenden, wenn gesperrt“. Das App-Symbol und der private Bereich werden beim nächsten Sperren ausgeblendet. Gehen Sie bei Samsung zu Einstellungen > Sicherheit und Datenschutz > Weitere Sicherheitseinstellungen > Sicherer Ordner und deaktivieren Sie den Schalter neben „Sicheren Ordner hinzufügen“ auf dem Apps-Bildschirm. Sie werden zur Bestätigung aufgefordert und tippen auf „Ausblenden“. Die App wird dann nicht mehr in der App-Schublade angezeigt.
Das Berechtigungsproblem auf modernen Smartphones verstehen
Es ist wichtig zu beachten, dass der private Bereich vom Hauptprofil, den Benutzeranwendungen und den Daten isoliert ist. Ja, Sie können Dateien dorthin übertragen, aber die Hin- und Herkommunikation ist nicht möglich. Dies ist vorteilhaft, um Datenerfassungspraktiken, Datenaustausch und App-Berechtigungen zu verhindern. Wenn eine neue Android-App installiert wird, werden häufig „Berechtigungen“ für den Zugriff auf verschiedene Elemente des Telefons abgefragt, darunter Software, Hardware und andere Systeme. Beispielsweise fordert eine Kameraanwendung Zugriff auf die vordere und hintere Kamera, aber auch auf das Dateispeichersystem an, um aufgenommene oder freigegebene Fotos zu speichern, zu bearbeiten und zu ändern.
Einige Apps verlangen umfassenden Zugriff auf Dinge, die sie nicht benötigen, und erwerben sogar gefährliche Berechtigungen für Ihre Kontakte, Nachrichten, andere Hardware wie Ihr Mikrofon und mehr. Soziale Medien und datenschutzintensive Apps wie Candy Crush können möglicherweise und manchmal auch auf vertrauliche Daten zugreifen, die Sie auf Ihrem Telefon gespeichert haben. Aus diesem Grund gibt es einige Android-App-Berechtigungen, die Sie niemals zulassen oder auf jeden Fall vermeiden sollten. Die integrierten App-Berechtigungsfunktionen von Android sollen Ihnen eine detailliertere Kontrolle darüber ermöglichen. Es gibt auch Indikatoren, die anzeigen, wann Apps auf diese Bereiche Ihres Telefons zugreifen. Aus diesem Grund erscheint manchmal ein blauer Punkt auf dem Bildschirm Ihres Android-Telefons. Oder ein grünes.
Der beste Weg, unbefugten Zugriff zu verhindern, besteht jedoch darin, die fragliche Anwendung zu segmentieren. Der private Bereich und der sichere Ordner machen dies möglich. Sie können Apps, die Sie privat halten möchten, auf einem der beiden Bereiche installieren und fragwürdige Apps auf der anderen Partition aufbewahren. Die beste Vorgehensweise besteht darin, die gewünschten Gegenstände sicher und privat in einem verschlossenen Lagerraum aufzubewahren.
