Die Idee hinter Powerbanks mit Solarpaneelen klingt großartig: Man lädt Geräte mit Solarstrom auf, der normalerweise reichlich vorhanden ist, ohne auf eine Steckdose angewiesen zu sein. Theoretisch sieht dies nach einer einmaligen Investition aus. Sie erhalten eine Solar-Powerbank, laden sie in der Sonne auf, versorgen Ihre Geräte mit Strom und der Zyklus geht weiter. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Mit Solarpanels ausgestattete Powerbanks sind im Allgemeinen nicht so zuverlässig wie Standardbatterien und stellen aufgrund der Tatsache, dass sie in der Sonne aufgeladen werden, auch ein Sicherheitsrisiko dar.
Um es klarzustellen: Es besteht kein Zweifel daran, dass Solarstrombanken, unabhängig davon, ob sie über ein Panel oder mehrere Panels verfügen, ihren Zweck erfüllen. Sie können Ihr Smartphone aufladen oder andere Geräte mit geringem Stromverbrauch wie kleine LEDs und tragbare Ventilatoren betreiben. Das Problem besteht darin, dass die meisten Menschen von ihnen erwarten, dass sie die gleiche Leistung wie eine herkömmliche Schnelllade-Powerbank erbringen, und genau hier sind diese Geräte nicht in der Lage. Die meisten Solarstrombanken auf dem Markt laden sich selbst bei direkter Sonneneinstrahlung nicht innerhalb weniger Stunden oder sogar ein oder zwei Tagen vollständig auf.
Darüber hinaus können Solarbatterien unter der Sonne sehr heiß werden, wobei die Temperaturen oft über 150 Grad Fahrenheit erreichen. Dies überschreitet die sicheren Betriebsgrenzen von Lithium-Ionen-Batterien, die üblicherweise in Powerbanks verwendet werden. Höhere Temperaturen verkürzen nicht nur die Batterielebensdauer, sondern erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, dass integrierte Controller den Ladevorgang ganz unterbrechen, um die Hitzeentwicklung zu reduzieren. Sogar einige Hersteller raten davon ab, Powerbanks zu lange der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen.
Externe Batterien mit Solarmodulen sind nicht so zuverlässig
Der größte Nachteil von Powerbanks, die mit Solarpanels ausgestattet sind, besteht darin, dass sie lange brauchen, um genug Strom zu erzeugen, um selbst ein Smartphone vollständig aufzuladen. Dies liegt vor allem daran, dass die angebrachten Panels relativ klein sind und nur wenig Strom erzeugen können.
Wenn beispielsweise Powerbanks mit einem einzelnen Panel zwei Tage lang im Freien aufgestellt werden, können sie zwischen 0,8 Wattstunden und 1,5 Wattstunden Energie erzeugen, während Powerbanks mit mehreren Panels typischerweise sechs bis neun Wattstunden erzeugen. Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie klein es ist: Das iPhone 17 verfügt über eine Akkukapazität von 14,5 Wattstunden. Im Durchschnitt erhält man also 10–65 % der Akkukapazität eines iPhone 17, wenn man die Powerbank zwei Tage lang auflädt. Andererseits lädt eine Standard-Powerbank mit 10.000 Milliamperestunden in vier bis sechs Stunden auf und kann in der Regel zwei vollständige Ladezyklen für Ihr iPhone 17 ermöglichen.
Bedenken Sie, dass hier auch andere Faktoren eine Rolle spielen, die außerhalb Ihrer Kontrolle liegen. Wenn beispielsweise wenig oder kein Sonnenlicht vorhanden ist, die Panels im Halbschatten stehen oder mit Staub bedeckt sind, dauert das Aufladen der Power Bank deutlich länger, was sie als primäre Stromquelle in kritischen Situationen unzuverlässig macht. Unter dem Gesichtspunkt der Zuverlässigkeit sind externe Batterien, die mit Solarpaneelen ausgestattet sind, für die meisten Anwendungsfälle zumindest im aktuellen Kontext keine praktische Alltagslösung. Neuere und bessere Technologien könnten sie in den kommenden Jahren natürlich rentabler machen.
Nutzen Sie Solar-Powerbanks als Backup-Lösungen
Trotz aller Einschränkungen gibt es Fälle, in denen sich externe Batterien mit Solarpanel als sinnvoll erweisen. Viele Menschen verlassen sich auf sie in Gebieten mit häufigen Stromausfällen oder an Orten, an denen es überhaupt keinen Strom gibt. Denn Standard-Powerbanks nützen hier wenig, wohingegen mit Solarpanels ausgestattete Powerbanks genug Strom erzeugen können, um Ihr Telefon und anderes wichtiges Zubehör zumindest zeitweise mit Strom zu versorgen. Wenn Sie mehr Strom erzeugen möchten, können Sie sich für Powerbanks mit mehreren Solarmodulen entscheiden. Es überrascht nicht, dass Geräte mit einem an der Karosserie befestigten Panel weniger Energie erzeugen als solche mit mehreren am Gehäuse befestigten Panels. Auch wenn Sie lange Wanderungen unternehmen oder Zeit an abgelegenen Orten verbringen, können diese Powerbanks eine wertvolle Ergänzung sein.
Darüber hinaus können die zuverlässigsten Powerbanks mit Solarpanel auch an einer Steckdose aufgeladen werden. Dies könnte also Ihre erste Ladequelle sein, während angeschlossene Solarmodule im Laufe der Zeit zusätzliche Energie liefern können, solange Sie kein Ladegerät in der Nähe haben.
Dennoch bleiben herkömmliche externe Batterien die zuverlässigste Wahl für den täglichen Gebrauch. Solarstrombanken bleiben ein Nischenprodukt, das sich an eine begrenzte Anzahl von Nutzern richtet. Im Laufe der Zeit kann die Liste der Anwendungsfälle, mit denen sie gut umgehen können, zu einer primären Energiequelle werden, doch vorerst sollten sie in erster Linie als Ausweichlösung betrachtet werden.