Während viele glauben, dass Amazon Alexa einfach nicht mehr wirklich notwendig ist, beweisen die Zahlen das Gegenteil. Nur 20 % der weltweiten Nutzer verlassen sich auf die Sprachsuche, aber 46 % der US-Bürger interagieren täglich mit sprachgesteuerten Geräten, was alles andere als unbedeutend ist. Da Amazon Anfang 2026 Alexa+ einführt, um den veralteten Sprachassistenten an die generative KI-Revolution anzupassen, gehört eine regelbasierte Engine unter der Haube der Sprach-Benutzeroberfläche der Vergangenheit an. Doch bevor wir uns in die Zukunft stürzen, schadet es nicht, einen Blick auf die Anfänge der Technologie zu werfen. Was war zuerst da, Siri oder Alexa? Oder war es etwas ganz anderes?
Alexa wurde de facto zur Assistentin in der Smart-Speaker-Branche (und ist es immer noch), aber Siri ist etwas mehr als drei Jahre älter als sie. Siri wurde im April 2011 auf den Markt gebracht und war der erste allgemein verfügbare Sprachassistent, der unter anderem dank seiner praktischen Rolle im Apple-Ökosystem einen großen Erfolg erlebte. Schließlich hat die Vorinstallation auf dem iPhone 4S, das in den ersten Tagen vier Millionen Mal verkauft wurde, dazu beigetragen, dass Siri über Nacht zu einem bekannten Namen wurde. Kurz darauf stellte Microsoft Cortana vor, doch es gelang nicht, die Bombe zu schlagen, die Amazon 2014 platzen ließ, als der intelligente Lautsprecher Echo die mittlerweile berühmte Alexa vorstellte.
Die Wurzeln (und Zukunft) von Sprachassistenten
Wenn man sich die Details ansieht, könnte man argumentieren, dass die Debatte darüber, ob Siri oder Alexa an erster Stelle stand, sozusagen in beide Richtungen verlaufen könnte. Technisch gesehen standen beide Sprachassistenten auf den Schultern von Giganten. Den Grundstein für Sprachassistenten legte IBM bereits 1961 mit der Shoebox, einer Maschine, die die menschliche Stimme erkennen kann. Das Spracherkennungssystem HARPY ging ein Jahrzehnt später noch einen Schritt weiter und konnte über 1.000 Wörter verstehen. Als nächstes kam Dragon Dictate aus den 1990er Jahren, das erste verbraucherorientierte Spracherkennungsprogramm.
Siri und Alexa können direkt mit der ursprünglichen Shoebox verbunden werden und während ihrer Blütezeit funktionierten sie größtenteils wie ein NPC-Dialogbaum in einem Videospiel. Obwohl Sprachassistenten bei ihrer ersten Veröffentlichung beinahe magisch wirkten, hat die Neuheit für viele nachgelassen. Es wurde deutlich, dass sie mit Kleinstaufgaben wie dem Einstellen von Timern, dem Auflegen der Lieblingsmusik usw. besser dran waren.
Als die generative KI auf den Plan trat und LLMs zu Meistern komplexer Gespräche wurden, begannen einfache Sprachassistenten der Technologie der Steinzeit zu ähneln, sodass die Einführung von KI in den Mix wie der nächste logische Schritt schien. Ironischerweise begannen sich viele Benutzer über deren Zuverlässigkeit bei grundlegenden Aufgaben zu beschweren, als diese großen Unternehmen klassische Assistenten wie Siri und Alexa modernisierten. Im Jahr 2026 sind viele Nutzer davon überzeugt, dass die ursprüngliche Siri nutzlos und unnötig ist. Die große Überarbeitung der Siri-KI in iOS 27 sollte das ändern. Ob es noch Platz für den bescheidenen Sprachassistenten gibt, bleibt abzuwarten, aber wenn man bedenkt, wie schnell die KI die Oberhand gewinnt, werden Siri und Alexa (wie wir sie heute kennen) möglicherweise nur in unseren Herzen überleben.