Im Vergleich zu seinen Hauptkonkurrenten schneidet es nicht gut ab.
Roku hat viele Benutzer, aber das bedeutet nicht, dass ihnen allen gefällt, was sie sehen. Eine neue Umfrage von Horowitz Research gibt Aufschluss darüber, wie die Kundenzufriedenheit der Plattform im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet, nachdem Fox eine 22-Milliarden-Dollar-Übernahme angekündigt hat.
Der Marktanteil ist der Punkt, an dem Roku floriert, denn fast 40 % der US-amerikanischen Streaming-Plattform-Benutzer entscheiden sich für Roku. Damit liegt es deutlich vor seinen engsten Konkurrenten Amazon Fire TV und Samsung Smart Hub. Beide Konkurrenten liegen unter 30 Prozent.
Aber hier enden die guten Nachrichten für Roku. In mehreren Kategorien liegt es hinter Fire TV: einfache Suche nach Inhalten, Latenz, Streaming und Werbeerlebnis. Samsung schneidet bei Wi-Fi-Konnektivität und Zuverlässigkeit besser ab als Roku. Und beide Konkurrenten schlagen Roku bei der Startgeschwindigkeit und der Smart-Home-Integration. In keiner der von Horowitz untersuchten Einzelkategorien dominierte Roku Fire TV oder Samsung.
Mittlerweile haben die teuren Mittelklassegeräte Apple TV und Google TV deutlich geringere Marktanteile. Aber wie Fire TV und Samsung schnitten sie auch in den Bereichen, auf die sich Horowitz‘ Forschung konzentrierte, besser ab als Roku.
Rokus große Reichweite ist wahrscheinlich ein großer Teil der Attraktivität von Fox. Dies verschafft dem Unternehmen einen Zugang zu einem jüngeren, auf Streaming ausgerichteten Publikum. Das Medienimperium wird viele Möglichkeiten haben, ihnen Anzeigen zu schalten und vielleicht seine typischen rechtsextremen Inhalte zu bewerben.
Wenn diese Umfrage jedoch Hinweise gibt, könnte es ein harter Kampf werden, die Generation Z für sich zu gewinnen. Adriana Waterston von Horowitz weist darauf hin, dass jüngere Zuschauer anspruchsvoller sind als ältere, wenn es um Streaming-Erlebnisse geht. „Um den Markt weiterhin zu dominieren, muss Roku nicht nur versuchen, die Marktdurchdringung zu erhöhen, sondern auch seine Benutzeroberfläche verfeinern, um den Anforderungen der Generation Z gerecht zu werden.“ Sie fügte hinzu, dass jüngere Kunden „ein robustes, hochgradig personalisiertes und hochmodernes Benutzererlebnis erwarten“, Bereiche, in denen diese Umfrage darauf hindeutet, dass die Plattform hinterherhinkt.
Waterston stellte außerdem fest, dass der Anzeigenmanager der Plattform „das Risiko eingeht, das Roku-Seherlebnis mit sich wiederholenden Anzeigen von geringerer Qualität zu übersättigen“. Dies könnte „jüngere Zielgruppen, die ohnehin schon eine geringe Toleranz gegenüber Werbung haben, noch weiter abschrecken.“
