Das wahrscheinlich größte Verkaufsargument des Galaxy Z Fold 8 Ultra gegenüber dem S26 Ultra ist der faltbare Bildschirm. Während das Fold 8 Ultra im geschlossenen Zustand mit einem 6,5-Zoll-1080p-Display mehr oder weniger wie ein normales Smartphone aussieht, offenbart es beim Öffnen ein 8-Zoll großes, fast quadratisches 120-Hz-AMOLED-Display mit einer Auflösung, die Samsung QXGA+ nennt – etwa 2K entlang beider Achsen. Die Bildschirme verfügen außerdem über Antireflexbeschichtungen, um die Blendung durch Lichtquellen zu reduzieren. Die Anti-Glare-Beschichtung ist mittlerweile bei vielen Samsung-Handys ein willkommenes Feature, beim S26 Ultra fehlt sie jedoch insbesondere, um die Privatsphäre-Anzeige dieses Geräts unterzubringen. Wenn Sie Ihr Telefon sehr häufig im Freien verwenden, werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass das Fold 8 Ultra ein besseres Seherlebnis bietet als das S26 Ultra.
In diesem Jahr verwendet Samsung auch das sogenannte Display Flex Titanium für das Innendisplay, das eine Titanlegierungsfolie und eine Metallrückplatte verwendet, um die Haltbarkeit zu erhöhen und beim Öffnen Falten entlang der Faltachse zu reduzieren. Bei faltbaren Telefonen war die Haltbarkeit schon immer ein Problem. Ihre ultradünnen, flexiblen Bildschirme sind zwangsläufig empfindlicher als die mit Gorilla-Glas bedeckten Bildschirme von Panel-Telefonen wie dem S26 Ultra, und das bewegliche Scharnier lässt Staub und Wasser leichter eindringen. Trotzdem sollten Sie vermeiden, etwas zu scharf auf den Bildschirm zu drücken, was möglicherweise erklärt, warum Samsung die S Pen-Unterstützung beim letztjährigen Folds eingestellt und sie dieses Mal nicht wieder eingeführt hat.
Dieses Display ermöglicht zusätzliche Multitasking-Funktionen, beispielsweise die Möglichkeit, drei Apps im Split-Screen-Modus zu platzieren. Das S26 Ultra verfügt zwar über die meisten dieser Funktionen, verfügt jedoch nicht über die erforderliche Bildschirmfläche, um sie zu nutzen. Die Flexibilität des Fold 8 Ultra bietet weitere Vorteile. Bei einigen Apps können Sie das Gerät teilweise zusammenklappen, um zusätzliche Bedienelemente auf einer Seite des Bildschirms zu platzieren, ähnlich wie bei einem kleinen Laptop. Der Formfaktor ermöglicht auch einige Kameratricks, wie das Aufnehmen von Selfies mit dem 200-MP-Hauptobjektiv oder das Aufstellen der Kamera in einem Winkel, um ruhige Fotos ohne Stativ aufzunehmen. Wenn Sie viele Selfie-Videos für soziale Medien aufnehmen, könnte dies ein Vorteil gegenüber dem S26 Ultra sein.
Apropos Kameras: Zur 200-MP-Weitwinkel-Hauptkamera gesellen sich ein 50-MP-Ultraweitwinkelobjektiv und ein 10-MP-Teleobjektiv. Das Haupt- und Teleobjektiv verfügen über eine optische Bildstabilisierung. Aber alle, die bereits die sogenannten Space Zoom-Funktionen auf Galaxy Ultra-Geräten genutzt haben, seien gewarnt: Beim Fold 8 Ultra erhalten Sie nur einen 3-fachen optischen Zoom, im Vergleich zu einem 5-fachen beim speziellen Zoomobjektiv des S26. Ohne das 50-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv des S26 Ultra handelt es sich um ein reduziertes Kamerapaket, was schade ist, da Sie immer noch mit einer sperrigen Kameraablage zu kämpfen haben.
Ein kleiner Vorteil des Fold 8 Ultra ist die neueste One UI 9.0-Software auf Basis von Android 17. Dies ist das erste Samsung-Handy, das das Update anbietet. Allerdings wird das gleiche Update in den kommenden Monaten auch für die S26-Reihe und sogar für Geräte älterer Generationen verfügbar sein. Der Update-Zeitplan von Samsung war in den letzten Jahren unvorhersehbar, selbst die neuesten Flaggschiffe warteten Monate auf größere Updates. Es besteht eine gute Chance, dass das S26 Ultra erst in der Kürbiserntesaison mit Android 17 ausgeliefert wird.
Der Elefant im Raum ist die Preisgestaltung. Während das S26 Ultra für seine Basisspeicherkonfiguration bereits bei beachtlichen 1.299 US-Dollar startet, kostet das Fold 8 Ultra mindestens 2.099 US-Dollar, was ausreicht, um neben dem S26 Ultra ein anständiges Notebook zu kaufen. Der steigende Preis des Fold dürfte für viele Verbraucher ein Hindernis darstellen.