Was passiert mit Ihrem Router, wenn Sie Firmware-Updates überspringen?





Bis Ihr Router das Ende seiner Lebensdauer (EOL) erreicht, bietet der Hersteller regelmäßige Firmware-Updates an. Wenn Sie es nicht aktualisieren, kann es im Laufe der Zeit zu Fehlfunktionen des Netzwerks kommen. Zu den Problemen, die Sie bemerken werden, gehören langsamere Internetgeschwindigkeiten, Geräte, die zufällig die Verbindung trennen (oder überhaupt keine Verbindung herstellen), verringerte Kompatibilität mit Geräten, die neuere WLAN-Standards verwenden, oder beginnende Überhitzung des Routers. Aber das Schlimmste daran, Ihren Router nicht zu aktualisieren, ist wahrscheinlich, dass er zu einem leichten Ziel für Hacker wird, die wissen, wie man Schwachstellen in alter Firmware ausnutzt.

Beispielsweise gab das FBI im April 2026 eine Warnung heraus, dass eine russische militärische Hackergruppe namens GRU (auch bekannt als APT28, Fancy Bear und Forest Blizzard) die Kontrolle über anfällige Router, darunter TP-Link EOL-Router, übernommen und deren DNS- und DHCP-Einstellungen geändert hatte, um ihnen den Diebstahl sensibler Informationen von Einzelpersonen und Organisationen zu ermöglichen. Im Jahr 2025 veröffentlichte SecurityScorecard einen Bericht über Operation WrtHug, eine groß angelegte Hacking-Operation, bei der mehr als 50.000 ASUS-EOL-Router in den USA, Taiwan und Russland eingesetzt wurden, um Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt auszuspionieren.

Das FBI sagt, dass die Aktualisierung der Firmware Ihres Routers eine der besten Abwehrmaßnahmen gegen diese Hacks ist. Verwenden Sie außerdem nicht den Standardbenutzernamen und das Standardkennwort des Routers. Wenn Ihr Router den EOL-Status erreicht hat, müssen Sie ihn aktualisieren. Das Bureau hat Ihnen außerdem empfohlen, die Fernverwaltungsschnittstellen Ihres Routers zu deaktivieren, um zu verhindern, dass jemand außerhalb Ihres Heimnetzwerks auf Ihr Heimnetzwerk zugreift.

Das Sicherheitsrisiko eines Routers, der nie aktualisiert wird

Hacker werden immer neue Wege finden, die Router-Sicherheit zu umgehen, weshalb Hersteller den Überblick behalten, indem sie regelmäßig Firmware-Updates für ihre Router veröffentlichen. Eine häufige Sicherheitslücke, die durch Firmware-Updates behoben wird, ist die Remote Code Execution (RCE), bei der der Hacker die Kontrolle über den Router übernimmt und darauf Schadcode ausführt. Dieser Code kann häufig vertrauliche Informationen stehlen, Malware installieren oder den Router einem Botnetz hinzufügen. Ein Beispiel ist CVE-2025-9377, ein RCE-Typ, der eine Schwachstelle in der Kindersicherungsseite zweier TP-Link-EOL-Router ausnutzt: Archer C7 und TL-WR841N/D.

Ein weiterer häufiger Angriff ist ein Authentifizierungs-Bypass-Angriff, der einen Fehler in der Firmware des Routers ausnutzt, um die Notwendigkeit von Anmeldeinformationen zu umgehen. Netgear gab im Jahr 2024 eine Warnung heraus, dass einige seiner Router, wie zum Beispiel RAX35, RAX38 und RAX40, von dieser Schwachstelle betroffen seien. Benutzer waren gefährdet, wenn ein Hacker an ihr WLAN-Passwort gelangte oder sich über ein Ethernet-Kabel mit einem Gerät in ihrem Netzwerk verband.

Dies sind nur zwei Beispiele, aber in beiden Fällen musste der Hersteller ein Firmware-Update veröffentlichen, um das Problem zu beheben. TP-Link war dazu gezwungen, obwohl es keine Router mehr unterstützte. Anschließend rieten sie ihren Kunden, als nächstes auf unterstützte Router zu aktualisieren. Im Allgemeinen wird empfohlen, Ihren Router alle drei bis fünf Jahre zu aktualisieren.

Sollten Sie automatische Updates aktivieren oder Ihren Router manuell aktualisieren?

Bei modernen Routern sind in der Regel automatische Updates aktiviert. Das funktioniert, indem Sie das Update tagsüber herunterladen und es dann nachts installieren, wenn Sie schlafen, sodass es zu keinen Ausfallzeiten kommt. Der vielleicht größte Vorteil automatischer Updates besteht darin, dass sie sicherstellen, dass Sie nicht vergessen, Ihren Router zu aktualisieren, sodass er immer über die neueste Firmware verfügt, sobald diese verfügbar ist. Der größte Nachteil besteht darin, dass vom ersten Tag an Fehler auftreten können, wenn der Hersteller ein fehlerhaftes Update herausbringt. Wenn Sie jedoch der Typ sind, der es einfach einstellt und wieder vergisst, behalten Sie die automatischen Aktualisierungen bei oder aktivieren Sie sie, wenn sie deaktiviert sind.

Manuelle Updates hingegen stellen sicher, dass Sie die volle Kontrolle über den Firmware-Update-Prozess haben. Sie können die durch Ausfallzeiten verursachten Unannehmlichkeiten effektiv beseitigen (z. B. wenn Sie spät in der Nacht online arbeiten oder spielen und der Router sich für ein Update entscheidet). Dies bedeutet auch, dass Sie Zeit haben, zu sehen, wie ein Update funktioniert, bevor Sie es auf Ihrem Router anwenden, und so die frustrierenden Fehler vermeiden, die es mit sich bringen kann. Manuelle Updates sind ideal, wenn Sie ein Remote-Mitarbeiter, Gamer oder Power-User sind, der über Updates auf dem Laufenden bleiben kann, indem er beispielsweise Benachrichtigungen in der App oder im Admin-Bereich des Routers überprüft und diese installiert, wenn sie verfügbar sind. Aber Sie laufen Gefahr, Updates zu vergessen oder sich zu langweilen und ein wichtiges Update zu verpassen, das eine Schwachstelle als Reaktion auf eine neue Bedrohung behebt.