Wenn Sie jemals einen Film gesehen haben, der im frühen 20. Jahrhundert spielt, haben Sie mit ziemlicher Sicherheit jemanden gesehen, der mit einem Telefon telefoniert, das auf der einen Seite einen Ohrhörer und auf der anderen Seite eine markante Kurbel hat. Während die Hörmuschel durchaus Sinn macht, kann der Zweck dieser Kurbel verwirrend sein, selbst wenn Sie in der Zeit der Festnetzanschlüsse mit Spiralkabeln aufgewachsen sind. Man könnte meinen, dass die Kurbel dazu diente, das Telefon mit Strom zu versorgen, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Damals war die Kurbel tatsächlich der wichtigste Teil des gesamten Geräts, denn sie erzeugte elektrische Impulse, die Ihre örtliche Telefongesellschaft darauf aufmerksam machten, Ihren Anruf weiterzuleiten.
Wir dürfen nicht vergessen, dass die Infrastruktur, über die wir heute verfügen, bei weitem nicht vergleichbar war, als die Telefontechnologie noch in den Kinderschuhen steckte. Telefone hatten keine Wählscheiben oder Tasten, und man konnte nicht alleine telefonieren; Sie brauchten einen Operator, der zwei Telefone miteinander verbindet. Diese Kurbel diente als Alarm für Ihren örtlichen Betreiber und teilte ihm mit, dass jemand versuchte, einen Anruf zu tätigen und schnell in die Leitung zu gelangen. Dies mag heute wie eine veraltete und nutzlose Technologie erscheinen, aber damals war sie ziemlich revolutionär.
Die Kurbeln machten die Telefonisten darauf aufmerksam, dass jemand anrufen wollte
Das klassische Kurbeltelefon wies mehrere wesentliche Unterschiede zu modernen Festnetztelefonen auf, vor allem das auffällige Fehlen von Wählscheiben oder Tasten. Die ersten Telefone ähnelten weniger den heutigen Telefonen, mit denen man jede beliebige Nummer anrufen kann, sondern ähnelten eher zwei mit einer Schnur zusammengebundenen Blechdosen. Um einen Anruf einzuleiten, drehte der Anrufer die Kurbel, um den örtlichen Telefonisten zu alarmieren, der sich an einer Telefonzentrale befand, und der Telefonist fragte Sie, mit wem Sie eine Verbindung herstellen möchten.
Wenn die Telefonkurbel gedreht wurde, drehte sie einen kleinen Magnetgenerator, der im Inneren des Geräts versteckt war, und erzeugte elektrischen Strom. Dieser Strom würde an der Telefonzentrale eine Alarmglocke auslösen, ein ziemlich charakteristisches, vergessenes technisches Geräusch, um den Betreiber darüber zu informieren, dass jemand einen Anruf tätigen möchte. Sobald sie die Leitung hatten, sagten Sie ihnen, wen Sie anrufen wollten, und sie stellten die Verbindung her. Und wenn Sie Ihren Anruf beendet hatten, drehten Sie die Kurbel erneut, um der Vermittlung mitzuteilen, dass Sie fertig waren, und sie konnte die Leitung schließen.