Apple versucht möglicherweise, Anzeigen in Apple Maps auf lokale Unternehmen und Sehenswürdigkeiten zu konzentrieren, basierend auf neuen Werberichtlinien, die das Unternehmen diese Woche veröffentlicht hat. Das Unternehmen hat angekündigt, im März 2026 Anzeigen in seine Karten-App einzuführen, hat jedoch keinen genauen Zeitplan für die Einführung außerhalb dieses Sommers in den USA und Kanada bekannt gegeben. Die neuen Regeln könnten darauf hindeuten, dass sich die Anzeigen in Apple Maps beim Start des Unternehmens erheblich von denen der Konkurrenten des Unternehmens unterscheiden könnten.
Die Werberichtlinien enthalten mehrere Regeln zu verbotenen Inhalten, die den App-Bewertungsrichtlinien von Apple ähneln. Das Unternehmen verbietet Anzeigen mit verleumderischen oder profanen Inhalten, Anzeigen, die „illegales oder kriminelles Verhalten“ fördern, und gestattet im Allgemeinen keine irreführenden, drogenbezogenen oder politischen Anzeigen. Einzigartig sind die spezifischeren Kategorien von Anzeigen, die Apple verbietet, darunter „Heimdienste“.
„Werbeinhalte, die Haushaltsdienstleistungen enthalten oder diese direkt oder indirekt bewerben – einschließlich, aber nicht beschränkt auf Sanitär-, Elektro-, Schlosser-, HVAC-, Schädlingsbekämpfungs-, Dachdecker- oder Generalunternehmerdienstleistungen – sind verboten“, schreibt Apple.
Es ist nicht ungewöhnlich, auf Google Maps Anzeigen für örtliche Elektriker oder Klempner zu sehen, aber Apple versucht offenbar, auf Maps ein anderes Erlebnis zu schaffen. Das Unternehmen schlägt dies auf seiner Landingpage für Anzeigen in Apple Maps vor und beschreibt dort, dass es bei dem Dienst ebenso um Entdeckung wie um Navigation geht:
Menschen verlassen sich auf Apple Maps, um neue Orte zu erkunden und neue Dinge auszuprobieren. Ganz gleich, ob Sie Cafés und Restaurants, Geschäfte oder Sehenswürdigkeiten entdecken möchten – Maps informiert Sie darüber, „was sich hier befindet?“ wird zu „Ich bin auf dem Weg“. Bald können lokale Unternehmen Anzeigen auf Apple Maps schalten, wo Kunden entscheiden, wohin sie gehen möchten.
Die Entdeckung von Schädlingsbekämpfungsunternehmen klingt nicht so romantisch wie Kaffee, daher könnte es sinnvoll sein, dass Apple sich nicht zuerst darauf konzentriert. Die Bereitstellung von Werbeflächen für lokale Unternehmen, Sehenswürdigkeiten und andere Sehenswürdigkeiten kann auch dazu führen, dass die Tatsache, dass das Unternehmen Werbeflächen verkauft, weniger störend wirkt. Dazu könnte auch die Zusage des Unternehmens passen, Werbung für Kryptowährungs-Kautionen und Geldautomaten zu verbieten. Eine andere Möglichkeit, dieses Gefühl ganz zu vermeiden, wäre natürlich, überhaupt keine Werbung in Apple Maps zu schalten.
Anzeigen machen einen wachsenden Teil des Dienstleistungsgeschäfts von Apple aus, zu dem die Abonnements des Unternehmens sowie Dinge wie Plattformgebühren für In-App-Käufe und Anzeigenverkäufe gehören. Zusätzlich zu dieser Erweiterung in Apple Maps bietet das Unternehmen auch Werbeflächen in Apple News (wo die Anzeigenqualität besonders schlecht war) und in mehreren Teilen des App Stores an. Im Jahr 2022 kündigte Apple eine umfassende Aktualisierung seines App Store-Werbegeschäfts an und weitete die Anzeigen aus der App Store-Suche auf App-Seiten und jetzt auch auf den App Store-Startbildschirm aus. Zumindest im Moment scheint das Unternehmen bei Maps einen zurückhaltenderen Ansatz zu verfolgen.
