Amazons Leo-Tochter hat bisher mehr als 390 Satelliten gestartet.
Während SpaceX bereits Tausende von Satelliten in der Erdumlaufbahn hat, ist Amazon bestrebt, seine Pläne zum Aufbau einer eigenen Satellitenkonstellation voranzutreiben. Amazon Leo, eine Tochtergesellschaft des 2019 gegründeten Technologieriesen, hat bei der Federal Communications Commission einen Antrag auf den Start von bis zu 5.105 Satelliten eingereicht, um einen Direktdienst auf Mobilgeräte zu ermöglichen.
Wie in einer Pressemitteilung erwähnt, plant Amazon Leo, im Jahr 2028 mit der Stationierung seiner Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn zu beginnen. Sein Antrag bei der FCC zielt darauf ab, ein Satellitennetzwerk zu schaffen, das eine Verbindung zu Sprach-, Nachrichten-, Daten- und Notfalldiensten für Smartphones und andere mobile Geräte bereitstellt, die über die Reichweite herkömmlicher Mobilfunkmastverbindungen hinausgehen. Während Amazon Leo versucht, Tausende von Satelliten ins All zu schicken, umfasst seine aktuelle Erfolgsbilanz mehr als 390 im Rahmen seiner Breitbandsatelliten der ersten Generation eingesetzte Satelliten. Das Unternehmen kündigte an, noch in diesem Jahr mit der Einführung eines „Festnetzdienstes“ zu beginnen und ist bereits Partnerschaften mit mehreren Telekommunikationsbetreibern eingegangen, darunter Vodafone, DirecTV, Herotel und Australiens National Broadband Network.
Amazon Leo wird direkt mit SpaceX konkurrieren, das Anfang des Jahres einen eigenen Antrag bei der FCC eingereicht hat, um den Start einer Millionen-Satelliten-Konstellation zu beantragen. Die beiden Technologiegiganten sind in dieser Angelegenheit bereits aneinander geraten. Amazon forderte die FCC auf, den Antrag von SpaceX abzulehnen, und bezeichnete dies als „edles Ziel und nicht als echten Plan“. FCC-Vorsitzender Brendan Carr antwortete jedoch auf X, dass Amazon sich auf seine eigenen Satellitenbemühungen konzentrieren sollte, anstatt Petitionen gegen andere Unternehmen einzureichen.