In der Klage wird auch io Products genannt, das von Jony Ive geführte Hardware-Unternehmen.
Apple verklagt OpenAI und zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter, die derzeit beim KI-Unternehmen arbeiten, wegen Diebstahls seiner Geschäftsgeheimnisse. In einer Klage, die am Freitag beim Bundesgericht eingereicht wurde, wirft Apple dem Unternehmen, mit dem es einst eine Partnerschaft eingegangen ist, umfangreiches Fehlverhalten vor und nennt sein Hardware-Geschäft „bis ins Mark verrottet“.
In der Klage wird auch io Products, das von Jony Ive geführte und letztes Jahr von OpenAI übernommene Hardware-Startup, als Mitschuldiger am Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen genannt. Darin wird Ive nicht namentlich erwähnt, die Organisation wird aber als an einem „koordinierten Muster institutionellen Fehlverhaltens“ innerhalb von OpenAI beteiligt beschrieben.
In der Akte werden auch Chang Liu, ein ehemaliger leitender Systemelektroingenieur bei Apple, und Tang Yew Tan, ein ehemaliger Apple-Vizepräsident, der jetzt Chief Hardware Officer von OpenAI ist, genannt. Apple behauptet, dass Liu und Tan Geschäftsgeheimnisse mit OpenAI geteilt hätten. Den Anwälten von Apple zufolge hat Liu „heimlich auf Dutzende vertrauliche Dateien im Zusammenhang mit Apple-Hardware zugegriffen und diese heruntergeladen, darunter umfangreiche und detaillierte Informationen über unveröffentlichte Produkte, technische Präsentationen, technische Spezifikationen und proprietäre Projektdaten.“
Apple behauptet außerdem, dass Tan „Kandidaten, die noch für Apple arbeiten, gebeten hat, ‚echte Stücke‘ von Apple zu ihren Vorstellungsgesprächen mitzubringen, um „Show and Tell“-Sitzungen zu absolvieren, in denen er und sein Team bei OpenAI noch mehr vertrauliche Informationen von Apple erhalten können.“
OpenAI reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme zu den Vorwürfen. Das Unternehmen habe „nie reagiert“, als Apple Bedenken geäußert habe, heißt es in der Klage.
In der Einreichung gibt Apple an, dass man sich des Ausmaßes des Fehlverhaltens von OpenAI wahrscheinlich nicht bewusst sei. „So viel ist jedoch klar: Auf allen Ebenen, von den Mitgliedern des technischen Teams bis zum Chief Hardware Officer und in Abstimmung mit seinen Geschäftspartnern, hat OpenAI die Geschäftsgeheimnisse und vertraulichen Informationen von Apple gestohlen“, heißt es. „Infolgedessen ruht das aufstrebende Hardware-Geschäft von OpenAI jetzt auf einem dürftigen Fundament, das durch die illegale Abhängigkeit von unterschlagenen Geschäftsgeheimnissen bis ins Mark verdorben ist.“
