OLED-Displays sind in einer Reihe moderner Technologieprodukte zu finden, von Fernsehern, Laptops und Monitoren bis hin zu Tablets, Wearables und Handheld-Spielekonsolen. Sie begannen Anfang der 2010er-Jahre an Bedeutung zu gewinnen, und Technikrezensenten lobten ihre tiefen Schwarztöne, lebendigen Farben, großen Betrachtungswinkel und ihr ultradünnes Design. Doch es gab immer noch ein Problem, das nicht ignoriert werden konnte: das gefürchtete „Burn-in“.
Für den Uneingeweihten: Einbrennen tritt auf, wenn eine oder mehrere der vielen kleinen organischen LEDs (OLEDs) des Displays dauerhaft beschädigt werden. Diese OLEDs erzeugen ihr eigenes Licht, im Gegensatz zu herkömmlichen LCD-Bildschirmen, die stattdessen eine weiße LED-Hintergrundbeleuchtung verwenden. OLEDs können beschädigt werden, wenn ein helles Bild über einen längeren Zeitraum auf dem gleichen Teil des Bildschirms verbleibt, was zu Pixelabnutzung führen kann, die schließlich bleibende Spuren hinterlassen kann. Es ist wichtig zu beachten, dass sich dies vom Bildeinlagerungseffekt unterscheidet, der manchmal bei LCD-Bildschirmen auftritt. Es hat eine ähnliche Ursache, aber im Gegensatz zum Burn-in ist es nur ein vorübergehendes Problem, das nicht ewig anhält.
Die OLED-Technologie hat sich im Laufe der Jahre mit besseren Panelmaterialien und integrierten Schutzvorrichtungen verbessert, die das Risiko eines Einbrennens verringern. Aktuelle Besitzer – und sogar offizielle Supportseiten für Produkte wie OLED-Fernseher – weisen jedoch immer noch darauf hin, dass das Problem weiterhin besteht. Die gute Nachricht ist, dass die Hersteller verschiedene Schutzmaßnahmen gegen dieses Phänomen entwickelt haben, und Sie können sogar selbst einige Maßnahmen ergreifen, um die Lebensdauer Ihres OLED-Displays zu verlängern.
Integrierte Schutzvorrichtungen zum Schutz Ihres OLED-Bildschirms
Unabhängig davon, ob sich das OLED-Display auf Ihrem Laptop, Fernseher, Tablet oder einem anderen Gerät befindet, verschlechtern sich organische Pixel unterschiedlich schnell, je nachdem, wie hell sie während einer bestimmten Betrachtungssitzung sind (und wie lange). Sie sind besonders anfällig für eine Verschlechterung, wenn ein Teil des Bildschirms über längere Zeiträume einer konstanten Helligkeit ausgesetzt ist, beispielsweise wenn eine Desktop-Taskleiste stundenlang auf dem Bildschirm angezeigt wird. Deshalb laufen Aufgaben, bei denen sich die Bilder auf dem Bildschirm ständig ändern, wie etwa das Streamen von Videos oder Gaming, auf OLED-Displays grundsätzlich deutlich flüssiger ab.
Während einige Menschen immer noch Angst vor Schäden durch das Verbrennen ihres OLED-Bildschirms haben, haben Fortschritte in der OLED-Technologie dazu beigetragen, dass die Panels länger in gutem Zustand bleiben. Eine der Garantien ist beispielsweise die Pixelverschiebung. Dabei wird das Bild alle paar Minuten subtil um nur ein paar Pixel verschoben, sodass dieselben Pixel nicht lange hell beleuchtet bleiben. Eine weitere clevere Funktion einiger moderner OLED-Displays ist die Anpassung der Logo-Luminanz, bei der helle statische Elemente (z. B. das Logo eines Fernsehsenders) automatisch gedimmt werden, um die Belastung dieser bestimmten Pixel zu verringern. Eine ähnliche Maßnahme, der sogenannte automatische Helligkeitsbegrenzer, begrenzt die Gesamthelligkeit, wenn große helle Bereiche auf dem Bildschirm erscheinen, und trägt so zur Entlastung der Pixel bei.
Ein modernes OLED-Display für Ihren Fernseher oder Computer kann auch einen sogenannten Kompensationszyklus durchlaufen (auch Bildschirmoptimierung oder Panel-Refresh genannt). Es arbeitet im Hintergrund, um ungleichmäßige Pixelabnutzung zu erkennen, wobei bei Bedarf die Helligkeitsbalance auf dem Bildschirm angepasst wird. OLED-Hersteller haben im Laufe der Zeit auch die Panelmaterialien verbessert und so OLED-Displays geschaffen, die zuverlässiger und alterungsbeständiger sind.
So verbessern Sie die Langlebigkeit Ihres OLED-Bildschirms
Eingebaute Schutzvorrichtungen können dazu beitragen, dass Ihr modernes Display nicht einbrennt. Wenn Sie diese Funktionen deaktivieren, besteht jedoch ein größeres Risiko. Die Pixel bewegen sich nicht und einige Teile des Bildschirms ändern die Helligkeit nicht automatisch, wodurch sich die Pixel schneller abnutzen. Dennoch gibt es einige Dinge, die Sie selbst tun können, um die Lebensdauer Ihres OLED-Displays zu verlängern. Wenn Sie beispielsweise die Helligkeit des gesamten Bildschirms reduzieren, wird die Belastung aller Pixel auf Ihrem Panel sofort reduziert, was mit der Zeit zu einer besseren Leistung führt. Wechseln Sie außerdem auf einem PC-Monitor oder Laptop nach Möglichkeit in den Dunkelmodus, da OLEDs schwarze Pixel vollständig ausschalten und ihnen so die dringend benötigte Ruhe gönnen.
Auch Bildschirmschoner sind zum Schutz von OLED-Panels wichtig. Um beispielsweise ein statisches Bild vom Bildschirm zu entfernen, schalten die meisten Fernseher und Laptops automatisch auf einen Bildschirmschoner um, wenn das Gerät für kurze Zeit inaktiv ist. Obwohl Bildschirmschoner über eigene vorinstallierte Diashow-Bilder verfügen, können Sie oft Ihre eigenen hinzufügen. Wählen Sie in diesem Fall eher dunklere als helle Bilder aus, um eine Überlastung der Pixel zu vermeiden.
Man kann mit Fug und Recht sagen, dass das Einbrennen weiterhin ein potenzielles Problem für OLED-Displays darstellt. Dank der Fortschritte bei Hardware und Software ist dieses Problem jedoch weniger schwerwiegend als früher und dürfte bei normalem Gebrauch für die meisten Displays kein Problem darstellen. Dieser positive Ausblick hat den Unternehmen das Selbstvertrauen gegeben, an der Technologie festzuhalten und sie voranzutreiben. Ein Forscherteam hat kürzlich ein sehr cooles neues OLED-Display vorgestellt, das im wahrsten Sinne des Wortes große Flexibilität bietet.
