Aber es wird daran arbeiten, einen freiwilligen Verhaltenskodex für Entwickler und Publisher zu entwickeln.
Die Europäische Kommission hat beschlossen, Videospielunternehmen nicht dazu zu verpflichten, ihre Titel weiterhin online zu unterstützen, sobald diese nicht mehr zum Kauf verfügbar sind. Stattdessen sagte die Regulierungsbehörde, sie werde „Möglichkeiten zur Verbesserung der Industriestandards“ für Spiele prüfen, die für ihr Publikum möglicherweise nicht mehr verfügbar sind.
Die Regulierungsbehörde hat das Thema durch eine Basisinitiative namens „Stop Killing Games“ aufgegriffen, die letztes Jahr genügend Unterschriften gesammelt hat, um die Frage der Erhaltung von Online-Spielen vor die Kommission zu bringen. Sie wird zwar keine Gesetze vorantreiben, von denen sie sagt, dass sie aufgrund bestehender Urheberrechte und Gesetze zum geistigen Eigentum nicht erlassen werden könnten. Zu den nächsten Schritten der EG gehört jedoch die Zusammenarbeit mit der Glücksspielbranche bei der Entwicklung eines Verhaltenskodex. Dies würde die Erwartungen an die Art und Weise abdecken, wie Entwickler und Herausgeber mit der Beendigung von Spielen umgehen. Außerdem werde man „mit Verbraucherorganisationen und Behörden zusammenarbeiten, um das Bewusstsein für geltende Rechte zum Schutz der Verbraucher zu schärfen“, wobei ein Bericht hierzu noch vor Ende 2026 erwartet wird.
Die Stop Killing Games-Bewegung begann im Jahr 2024, als Ubisoft die Server des Online-Fahrspiels abschaltete. Die Besatzungund ging sogar so weit, den Titel aus den Spielerbibliotheken entfernen zu lassen. Dieser Wandel hat Diskussionen über das Recht der Spieler auf Zugriff auf Spiele, die sie gekauft oder lizenziert haben, sowie eher philosophische Debatten über Eigentum und Erhaltung in einer zunehmend digitalen Unterhaltungslandschaft ausgelöst.
In den Vereinigten Staaten hat Kalifornien Fortschritte bei einem Landesgesetz bezüglich Industriestandards für die Kommunikation von End-of-Game-Support an Spieler erzielt. Auch ohne umfassendere rechtliche Anforderungen haben einige Spieleplattformen wie Steam Formulierungen übernommen, die klarer machen, dass Spieler eine Lizenz für das Spiel erwerben.
