Der Google Play Store ist seit Jahren der Standard-Ort zum offiziellen Herunterladen von Android-Apps, aber das wird sich bald ändern. Später in diesem Monat wird Google Änderungen vornehmen, die die Installation von Apps deutlich einfacher machen sollen, ohne sich ausschließlich auf den Markt des Unternehmens in den USA zu verlassen. Diese große Änderung erfolgt, nachdem Google und Epic Games in einem jahrelangen Rechtsstreit unerwartet einen Vergleichsvorschlag aufgegeben haben. Nachdem der Vergleich aufgehoben wurde, wird Google nun gezwungen sein, die bildlichen Türen des Play Store für App-Stores von Drittanbietern in den Vereinigten Staaten zu öffnen.
Der anhaltende Rechtsstreit zwischen Google und Epic ist insbesondere für Android- und Gaming-Fans ein Augenmerk. Allerdings sah es eine Zeit lang so aus, als würden die Unternehmen zu keinem schlüssigen Ergebnis kommen. Im Dezember 2025 begann sich etwas zu ändern, als Fortnite zum größten Android-App-Store zurückkehrte. Für zusätzlichen Kontext ordnete ein Richter Google an, Android im Oktober 2024 für App-Stores von Drittanbietern zu öffnen. Das Unternehmen wehrte sich jedoch weiterhin gegen diese einstweilige Verfügung und drängte auf eine Einigung – der Epic sogar zugestimmt hatte –, die es ihm ermöglichen würde, App-Stores von Drittanbietern nicht direkt im Play Store anzubieten, sondern den Nutzern den Download zu ermöglichen.
Doch selbst dieser Kampf ist nun offiziell vorbei. Wie ein Google-Sprecher gegenüber The Verge bestätigte, zieht das Unternehmen seinen Antrag auf Änderung der einstweiligen Verfügung zurück, was bedeutet, dass Google nun ab 2024 der ursprünglichen Anordnung des Richters nachkommen muss. Daher scheint es, dass App-Stores von Drittanbietern bald im Play Store in den USA zum Download verfügbar sein werden, und Gerichtsdokumente deuten darauf hin, dass Google am 22. Juli 2026 mit der Umsetzung der damit verbundenen Änderungen beginnen und damit das Monopol des Unternehmens auf Android-Apps effektiv beenden wird.
Eine willkommene, aber unerwartete Änderung für Android-Benutzer
Diese Änderung wird US-amerikanischen Android-Nutzern zweifellos sehr gefallen, insbesondere angesichts der Art und Weise, wie Google die Funktionsweise des Seitenladens auf Android-Geräten geändert hat. Jahrelang konnten Android-Nutzer Apps herunterladen und installieren, ohne den Google Play Store nutzen zu müssen. Einige App-Stores wie F-Droid haben diese Lücke sogar geschlossen und ermöglichen Benutzern den einfachen Zugriff auf viele Open-Source-Alternativen zu beliebten Android-Apps. Allerdings hatte Google große Pläne, Android sicherer zu machen, und dazu gehörten auch wichtige neue Regeln für das Querladen von Apps. Letztendlich hätten diese Regeln den Zugriff auf alle gewünschten Apps erheblich erschwert, wenn sie nicht im Play Store verfügbar wären.
Mit diesem neuen System könnte die Notwendigkeit, Apps bisher außerhalb des Play Stores herunterzuladen, jedoch der Vergangenheit angehören. Angesichts der Offenheit von Google, Drittanbieter-Stores zuzulassen, ist das zumindest eine Möglichkeit.
Neben der einfachen Erlaubnis, dass App-Stores von Drittanbietern im Play Store erscheinen, hat Google den Entwicklern auch bereits mitgeteilt, dass es ihre App- und Spieleeinträge ab dem 22. Juli automatisch in App-Stores von Drittanbietern in den USA verfügbar machen wird, sofern der Entwickler nicht dagegen ist. Drittanbieter-Stores können auch steuern, ob sie Apps aus dem Play-Katalog anbieten. Dazu müssen sie sich registrieren und eine Jahresgebühr von 5.000 US-Dollar zahlen sowie andere Anforderungen erfüllen, beispielsweise angeben, wann eine App aus dem Play-Katalog stammt.
Es gibt immer noch unbeantwortete Fragen
Natürlich gibt es zu dieser Änderung noch einige offene Fragen. Google muss Details klären, beispielsweise wie Play Catalog-Apps, die in anderen Stores angeboten werden, die Play Protect-Funktion des Unternehmens nutzen könnten, und wie die Sicherheit eines Drittanbieter-Stores am besten beurteilt werden kann, bevor es in den Play Store zugelassen wird. Angesichts der Probleme, die wir in der Vergangenheit mit Malware in Android-Apps hatten, ist ein robuster und sicherer Ansatz von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass das System nicht von böswilligen Akteuren missbraucht wird. Es ist auch unklar, wie sich dies auf andere Teile des Play Store auswirken könnte, beispielsweise auf Google Play Pass, mit dem Benutzer eine monatliche Abonnementgebühr zahlen können, um auf Vollversionen von Apps und Spielen zuzugreifen.
Google hat die Integration von App-Stores von Drittanbietern geöffnet, es bleiben jedoch Fragen offen, wie zugänglich der Prozess für Store-Entwickler sein wird. Hoffentlich werden wir in den kommenden Wochen weitere Antworten auf diese und andere Fragen sehen. Derzeit können Android-Nutzer in den USA zumindest mit einigen großen Änderungen im Play Store rechnen – Änderungen, die hoffentlich eine sicherere, aber offenere Möglichkeit für den Zugriff auf noch nützlichere Android-Apps schaffen.