Die Einschränkungen betreffen Beiträge zum Thema Körperbild und psychische Gesundheit.
Meta experimentiert mit neuen Grenzen für die Art der Inhalte, mit denen Jugendliche auf Instagram interagieren können. Das Unternehmen sagt, dass es nun versuchen wird, die „wiederholte“ Exposition gegenüber Beiträgen zu Angstzuständen, Gewichtheben, Ernährung und anderen Inhalten zu begrenzen, die für jüngere Benutzer möglicherweise ungeeignet sind, sie massenhaft zu sehen.
Die neuen Beschränkungen kommen, nachdem Meta letztes Jahr Maßnahmen ergriffen hat, um zu verhindern, dass Jugendliche „sexuell anzügliche“ Inhalte sehen, und „Suchbegriffe für Erwachsene“ blockiert hat, etwa Suchanfragen im Zusammenhang mit Alkohol und Gore. Das Unternehmen sagte damals, dass Eltern seine Jugendkonten als Analogie zu einem PG-13-Film betrachten sollten, ein Vergleich, der von der Motion Picture Association rundweg zurückgewiesen wurde.
Mit der jüngsten Änderung möchte Meta anscheinend die wiederholte Exposition gegenüber Posts begrenzen, die zwar nicht gegen die Regeln verstoßen, sich aber negativ auf Jugendliche auswirken können, wenn sie in großen Mengen angesehen werden. Laut Meta könnten dazu Inhalte gehören, die sich auf das Körperbild beziehen, wie Ernährung und Gewichtheben, aber auch auf die psychische Gesundheit, etwa „Wie man mit Angst umgeht“. Das Ziel besteht laut Meta darin, dass diese Themen „mit anderen Arten von Inhalten in Einklang gebracht werden, anstatt wiederholt gezeigt zu werden“. Die Beschränkungen gelten für Empfehlungen, die Jugendliche in ihrem Feed sowie in Explore und Reels sehen.
Insbesondere Instagram hat lange in Frage gestellt, ob es junge Nutzer in sogenannte algorithmische „Kaninchenlöcher“ führt, in denen Teenager wiederholt Empfehlungen für Inhalte sehen, die ihre geistige Gesundheit und ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Das Thema kam auch während eines hochkarätigen Zivilprozesses wegen Social-Media-Sucht in Los Angeles zur Sprache. Die Jury entschied in diesem Fall letztendlich gegen Meta.
Meta gab außerdem bekannt, dass es plant, seine restriktiveren Inhaltseinstellungen für Teenager-Konten auf anderen Plattformen, einschließlich Facebook und Messenger, zu erweitern. Die neuen Einstellungen werden „später in diesem Jahr“ für diese Apps eingeführt.
