Eine französische Regulierungsbehörde hat Nintendo of Europe betrügerische Marketingpraktiken vorgeworfen.
Die Joy-Con Stick Drift-Saga endet nie. Das französische Äquivalent der Federal Trade Commission, die Direction Générale de la Concurrence, de la Consommation et de la Répression des Fraudes oder DGCCRF, hat gegen Nintendo of Europe eine Geldstrafe von 35 Millionen Euro oder mehr als 40 Millionen Dollar verhängt. Die französische Behörde sagte, die Geldbuße ziele darauf ab, Verbraucher über Stick-Drift-Probleme bei Nintendo Switch Joy-Cons in die Irre zu führen.
Nintendo Europe stimmte der Zahlung der Strafe zu, aber es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit rechtlichen Problemen wegen seiner Joy-Cons konfrontiert wird. Nach der Veröffentlichung im Jahr 2017 stellten Switch-Besitzer fest, dass ihre Controller nach Jahren der Abnutzung Bewegungen registrierten, ohne den Controller überhaupt zu berühren. Dieses weit verbreitete Problem hat zu Sammelklagen und Ermittlungen geführt, doch bei dieser jüngsten Geldbuße geht es vor allem um Nintendos Umgang mit der Situation. Nach Angaben der DGCCRF erkannte Nintendo das Problem erst im Jahr 2020 an und nicht erst, als es zum ersten Mal auf das Stick-Drift-Problem aufmerksam wurde, was die DGCCRF dazu veranlasste, Nintendo vorzuwerfen, zwischen 2018 und 2023 betrügerische Marketingpraktiken begangen zu haben.
Zusätzlich zur Zahlung der Geldbuße muss sich Nintendo mit der Veröffentlichung eines Hinweises auf betrügerische Marketingpraktiken auf der Startseite seiner französischen Website einen Scharlachroten Brief zuziehen. Seit 2019 bietet Nintendo betroffenen Kunden kostenlose Reparaturen für Joy-Cons an.
