Selbst ältere, auf Emulation ausgerichtete Handhelds können RAMaggedon nicht entkommen.
Retroid, Hersteller einer wachsenden Zahl von Android-basierten Handhelds, schließt einen Deal mit den jüngsten Käufern seiner Retroid Pocket 5- und Flip 2-Handhelds ab. Wer die Einstiegsmodelle des Unternehmens mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher noch nicht bestellt hat, erhält ohne zusätzliche Kosten ein Upgrade auf 12 GB RAM. Retrooid-Handhelds Berichte. Ab dem 14. Juli kosten beide Handhelds zudem 10 US-Dollar mehr.
Obwohl dies nicht die neuesten Geräte von Retroid sind – diese Ehre gebührt dem kommenden Retroid Pocket Nova – bedeutet der Snapdragon 865-Chip im Pocket 5 und Flip 2, dass sie in der Lage sind, so aktuelle Konsolen wie den Gamecube oder die PlayStation 2 zu emulieren. Das Hinzufügen von mehr RAM zum Mix sollte sie theoretisch noch besser machen. Wenn diese Änderung nicht mit einer Preiserhöhung einhergehen würde, wäre es leicht, sich zu freuen. Angesichts der Tatsache, dass zusätzliche 4 GB RAM zusätzliche 10 US-Dollar kosten, lässt sich die Änderung am besten verstehen, wenn Retroid seine günstigsten Stufen vollständig eliminiert.
Sie haben noch bis zum 14. Juli Zeit, um ein Pocket 5 oder Flip 2 zu den aktuellen Preisen zu kaufen, aber danach beginnen die beiden Handhelds bei 209 bzw. 219 US-Dollar. Retroid hat nicht erklärt, was diese Änderung vorantreibt, aber angesichts der Lage im Rest der Technologiebranche kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Kosten und die Verfügbarkeit von RAM eine Rolle gespielt haben. Die Nachfrage von KI-Unternehmen nach Speicher hat Komponentenhersteller dazu veranlasst, die Preise radikal zu erhöhen. Für viele Unternehmen, darunter Microsoft, Apple und Framework, bedeutet dies wiederum eine Erhöhung ihrer Preise.
Während die Reduzierung der Low-Cost-Stufen eine Strategie ist, die Apple bereits eingesetzt hat, um den Blutverlust einzudämmen, ist die Situation von Retroid wahrscheinlich eher mit der von Framework vergleichbar. Beide Unternehmen verkaufen beliebte Produkte, allerdings nicht in dem Ausmaß wie Apple oder Samsung, was bedeutet, dass sie weder über eine RAM-Reserve verfügen, auf die sie zurückgreifen können, noch über den Spielraum, um ein besseres Angebot auszuhandeln. Die Entfernung einer günstigeren Stufe ist für Retroid wahrscheinlich die logischste Lösung.