Es gibt viele clevere Verwendungsmöglichkeiten für die alte Filmkamera, die in Ihrem Schrank verstaubt, und eine dieser Anwendungen besteht darin, sie in das 21. Jahrhundert zu bringen, indem Sie sie in eine Digitalkamera verwandeln. Ein Schweizer Team aus kamerabegeisterten Ingenieuren und Kreativen namens I’m Back hat ein geniales Gerät entwickelt, mit dem Sie digitale Bilder mit einer alten analogen Kamera aufnehmen können.
Das Interesse an dem Gadget – offiziell I’m Back Roll APS-C genannt – spiegelt sich im großen Erfolg der Kickstarter-Kampagne des Unternehmens wider, die dank der Unterstützung von mehr als 1.800 Menschen kürzlich die 1-Millionen-Dollar-Marke überschritten hat. Das Gerät könnte Fans von Retro-35-mm-Spiegelreflexkameras und Messsucherkameras ansprechen, die nicht mehr kinobegeistert sind, aber die physische Touch-Steuerung älterer Geräte zu schätzen wissen. Es ist auch eine gute Gelegenheit, alten Objektiven, die schon seit Jahren herumliegen, neues Leben einzuhauchen.
Die Kamera von I’m Back verwendet eine klassisch aussehende Filmpatrone, die mit einem APS-C-Sensor und anderen intelligenten Funktionen verbunden ist. Das Modul wird auf die gleiche Weise in Ihre Kamera eingesetzt, wie Sie eine normale Filmpatrone einsetzen würden, und jedes Mal, wenn Sie den Auslöser drücken, zeichnet die Kamera ein digitales Bild auf. Laut seiner Projektseite will I’m Back im August 2027 mit der Auslieferung des Geräts beginnen.
Ich bin zurück. Roll APS-C
Das I’m Back Roll APS-C vereint jede Menge Technologie in einem hübschen kleinen Gerät. Die Patrone sieht aus wie eine durchschnittliche Filmrolle, enthält jedoch einen Lithium-Ionen-Akku, der dieses kleine Gerät mit Strom versorgt. An der Patrone ist ein flaches Aluminiumgehäuse befestigt, in dem sich die Elektronik befindet, darunter vor allem der 26,1-Megapixel-APS-C-Sensor von Sony. Am gegenüberliegenden Ende der Kartusche befindet sich ein mehrschichtiges flexibles Flachbandkabel, das eine Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung zwischen dem Sensor und den sekundären Leiterplatten ermöglicht. Die Konfiguration umfasst SSD-Speicher von bis zu 256 GB.
Das Einrichten der I’m Back Roll APS-C scheint recht einfach zu sein: Öffnen Sie einfach die Rückseite der Kamera und entfernen Sie die Filmandruckplatte in der Tür. Laut I’m Back erfordern einige Kameramodelle möglicherweise eine individuelle oder 3D-gedruckte Rückseite, damit sie richtig passen. Beim Fotografieren müssen Sie die Einstellräder an Ihre Bedürfnisse anpassen und dann eine Taste drücken, um den Sensor zu aktivieren, bevor Sie den Auslöser drücken. Auf der Rückseite der Kamera gibt es sogar einen optionalen Touchscreen. Um Bilder zu übertragen, verbinden Sie die Kamera über den USB-C-Anschluss des Moduls oder WLAN mit Ihrem PC, Laptop oder Mobilgerät.
Digitale Transformation zum Selbermachen
Suchen Sie eher nach einer DIY-Lösung, um die gleiche digitale Transformation zu erreichen? Dann schauen Sie sich den beliebten Raspberry Pi an, der eine Reihe kreativer Möglichkeiten bietet, darunter die Übertragung digitaler Intelligenz auf eine alte Filmkamera. Detaillierte Anweisungen finden Sie online. Zusätzlich zu einer Spenderkamera benötigen Sie jedoch ein Raspberry Pi Zero W-Modul, ein Raspberry Pi-Kameramodul (einschließlich des wichtigen Sensors, einer kleinen Batterie, einer Filmpatronenhülle zum Einsetzen in die Filmkammer der Kamera) und eine MicroSD-Karte mit installiertem Raspberry Pi.
Einfach ausgedrückt besteht der Vorgang darin, die Filmdruckplatte zu entfernen, um Platz im Inneren des Kameragehäuses zu schaffen, und der Kamerasensor wird dort platziert, wo der Film normalerweise hinter dem Objektiv platziert würde. Wie zu erwarten ist, übernimmt der Raspberry Pi-Computer den Großteil der Arbeit, indem er Ihre Bilder über den Sensor verarbeitet. Bilder werden auf der microSD-Karte gespeichert und können dann per WLAN auf ein Anzeigegerät übertragen werden.
Die Wiederverwendung einer alten Spiegelreflex- oder Messsucherkamera zum Aufnehmen digitaler Fotos mag manchen Filmpuristen als ein Schritt zu weit erscheinen, während einige junge Leute Filmkameras wieder populär machen, indem sie sie so verwenden, wie sie sind. Für andere könnte es jedoch eine unterhaltsame Möglichkeit sein, einer längst vergessenen Kamera und Objektiven neues Leben einzuhauchen.
