Der Präsident kehrt zur von Frankreich während seiner ersten Amtszeit eingeführten Digitalsteuer von 3 % zurück.
Am Vorabend der G7-Konferenz in Frankreich droht Donald Trump erneut damit, Frankreich mit massiven Zöllen zu belegen, wenn das Land seine 3-prozentige Digitalsteuer auf amerikanische Technologieunternehmen nicht aufhebt. „Ich habe (den französischen Präsidenten Emmanuel Macron) gebeten, keine Gebühren für amerikanische Unternehmen zu erheben, und wenn sie dies tun, habe ich keine andere Wahl, als einen 100-prozentigen Zoll auf alle aus Frankreich kommenden Champagner und Weine zu erheben“, sagte der Präsident. Die New York Post.
Diese Nachricht könnte für die französische Regierung und die Weinindustrie eine Überraschung sein, da Macron nahestehende Quellen kürzlich sagten, das Thema stehe „nicht mehr zur Debatte“, so die Arbeit. Dies könnte zu einem Streitpunkt beim G7-Gipfel werden, da die französische Regierung die Steuer wahrscheinlich nicht abschaffen wird.
Die französische „GAFAM“-Steuer (Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft) betrifft die Brutto- und Nicht-Nettoeinnahmen dieser Technologiegiganten. Es wurde 2019 im Rahmen einer Vereinbarung mit der ersten Trump-Administration eingeführt und erwirtschaftet jährlich etwa 700 Millionen US-Dollar an Einnahmen. Der Umsatz mit französischem Wein und Champagner in den Vereinigten Staaten beläuft sich auf mindestens 2 Milliarden US-Dollar.
Das französische Unterhaus stimmte kürzlich für eine Verdoppelung der Digitalsteuer auf 6 %, doch die Minister legten ihr Veto ein, weil die Gefahr einer Vergeltung der USA bestand. Die Abschaffung der Steuer wäre in Frankreich ein politisches Wagnis, da ein großer Teil der Wähler des Landes Angst vor der Abhängigkeit von amerikanischer Technologie hat.
Trump wird zunehmend als Angriffshund für Big Tech angesehen, der Zölle als Knüppel nutzt, um Länder zum Verzicht auf digitale Steuern und Abgaben zu zwingen. US-Unternehmen forderten Trump außerdem dazu auf, Länder wie Australien dafür zu bestrafen, dass sie soziale Medien verbieten und Nachrichtenmedien in Suchergebnissen verwenden. Kanada beispielsweise hat seine Digitalsteuer im Jahr 2025 auf Druck der Trump-Regierung abgeschafft. Andere Blöcke widersetzten sich jedoch, insbesondere das Vereinigte Königreich, das seine eigene Steuer von 2 % auf digitale Dienste beibehielt.
Da der US-Präsident oft mit Zöllen droht, könnte es sich bei der jüngsten Tat um einen weiteren Bluff im „Taco“-Stil handeln, der darauf abzielt, Zugeständnisse in anderen Bereichen zu erzwingen. Und wenn die Weinsteuer eingeführt würde, könnte sie, wie Trumps frühere Zölle, schnell vor einem Handelsgericht abgewiesen werden. Dies wird jedoch zweifellos eine oder mehrere Diskussionsrunden zwischen den amerikanischen und französischen Staatsoberhäuptern auslösen.
