Die meisten Englisch sprechenden Personen sind an die QWERTZ-Tastatur gewöhnt und verwenden sie regelmäßig auf ihrem Telefon, Heimcomputer oder bei der Arbeit. Wenn Sie jedoch schnell mit dem Tippen auf einer deutschen Tastatur beginnen, werden Sie schnell auf Probleme stoßen, da sich die Buchstabenanordnung geringfügig unterscheidet – eine Änderung, die zur QWERTZ-Tastatur führt. „QWERTY“ kommt von den ersten sechs Tasten, die in der oberen linken Reihe einer traditionellen englischsprachigen Tastatur erscheinen, egal ob physisch oder digital. Dies ist eine leicht zu erkennende und auszusprechende Beschriftung, die das Layout schnell identifiziert. Nein, die „YUIOP-Tastatur“ und die „ASDFG-Tastatur“ wären nie hängengeblieben. Es ist also QWERTY!
Die QWERTY-Tastatur geht auf das Jahr 1874 zurück, als Christopher Latham Sholes und Carlos Glidden die Schreibmaschine Remington No. 1 auf den Markt brachten. Interessanterweise sind sich nicht alle darüber einig, warum die Buchstaben so aussehen, wie sie aussehen. Nach Angaben des Smithsonian Magazine sagen einige Historiker, dass das Layout darauf ausgelegt sei, das Risiko von Metallstangen zu verringern (siehe Bild unten), indem ein größerer Abstand zwischen einigen häufig verwendeten Buchstabenpaaren geschaffen wurde, während andere sagen, dass es Telegrafen dabei helfen sollte, Fehler beim Transkribieren von Morsezeichen zu vermeiden.
Die QWERTZ-Tastatur, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf deutschen Schreibmaschinen auftauchte, ersetzt das Z unten links auf einer QWERTZ-Tastatur durch das Y, das direkt rechts vom T sitzt. Im Deutschen ist Z ein häufiger verwendeter Buchstabe, daher war es sinnvoll, ihn an einer leichter zugänglichen Stelle zu platzieren. Das Z erscheint auch vor dem U, was die Eingabe von ZU, einer im Deutschen gebräuchlichen Buchstabenkombination, erleichtert.
Wie QWERTZ das deutsche Tippen verbessert
Die Reduzierung des Risikos von Blockierungen scheint nicht die Motivation für diese spezielle Konfiguration gewesen zu sein. Der Buchstabe Y wird im Deutschen viel seltener verwendet als im Englischen, daher war es sinnvoll, ihn in die untere linke Ecke der Tastatur zu verbannen. Um den Tippkomfort zu erhöhen, wurde Z in den Mittelpunkt der Tastatur gestellt, da Z im Deutschen häufiger vorkommt als im Englischen.
Als QWERTZ auf deutschen Schreibmaschinen erschien, waren die Benutzer bereits mit QWERTY vertraut, weshalb die Hersteller beschlossen, das Grundlayout beizubehalten und nur geringfügige Änderungen vorzunehmen, um den deutschen Schreibmustern Rechnung zu tragen. Obwohl es sich um Relikte der alten Schreibmaschinentechnologie handelt, bleiben erkennbare Buchstabenlayouts auf unseren modernen Telefonen und Computern weiterhin wichtige Funktionen. Wenn man darüber nachdenkt, ist es ein wunderbares Beispiel dafür, wie Vertrautheit und Verfügbarkeit einige coole Retro-Gadgets wirklich modern aussehen lassen können.
Für englischsprachige Benutzer gibt es auch QWERTY-Varianten
Interessanterweise weisen sogar QWERTZ-Tastaturen selbst geringfügige Unterschiede zwischen englischsprachigen Regionen auf. Der physische Formfaktor der in den Vereinigten Staaten und Kanada verwendeten Tastatur entspricht im Allgemeinen den Spezifikationen des American National Standards Institute (ANSI), während Tastaturen im Vereinigten Königreich im Allgemeinen den Spezifikationen der International Organization for Standardization (ISO) entsprechen. Zu den Unterschieden zwischen den beiden gehört, dass die Eingabe-/Eingabetaste auf vielen nordamerikanischen Tastaturen als umgekehrtes „L“ über zwei Reihen erscheint, während britische Tastaturen im Allgemeinen eine etwas breitere Eingabetaste in einer einzelnen Reihe haben.
Ein weiterer offensichtlicher Unterschied sind Währungssymbole. Auf einer britischen Standardtastatur erzeugt Umschalt+3 das Zeichen £ (Pfund Sterling), während dieselbe Aktion auf einer nordamerikanischen Tastatur das Symbol # erzeugt. Bei nordamerikanischen Layouts wird das $-Zeichen auf der Taste 4 (Umschalt+4) platziert, wo es auch auf britischen Tastaturen erscheint. Und natürlich bietet der Tech-Riese auch regionalspezifische Setups wie QWERTZ für deutschsprachige Märkte an.
Engagierte Tastatur-Enthusiasten gehen noch einen Schritt weiter, indem sie benutzerdefinierte Hardware erstellen und Aufgaben wie die Neubelegung von Tasten durchführen. Sie können auch verschiedene Farben und Materialien für Tastaturschalter wählen, um visuelle Hinweise und ein Gefühl zu erzielen. Ja, das ist ein völlig neues Maß an köstlichem Käsegeschmack!
