Da ein 3D-Drucker Schicht für Schicht aufbaut, gibt es grundlegende Designprinzipien, die die Qualität eines Projekts stärken und verbessern. Beispielsweise erfordern überhängende Räume typischerweise eine Stützkonstruktion, um ein Durchhängen oder Verziehen zu verhindern. Mithilfe von Designtools erstellen Sie also temporäre Ergänzungen. Sie können nach Abschluss des Vorgangs leicht entfernt oder geschnitten werden. Ebenso werden Flöße, Schürzen und Kanten verwendet, um verschiedene Herausforderungen zu meistern. Bei den Schürzen handelt es sich um einen umgebenden, nicht zusammenhängenden Umriss, der als Vorbereitungsmechanismus für den Extruder dient. Rafts bieten eine zusätzliche Stütz- und Haftungsschicht für kleine Drucke mit horizontalen Gittermustern. Die Krempen sind, wie die Krempe eines Hutes, dünne Träger, die die Außenkanten halten, ein Verziehen verhindern und die Haftung am Bett erleichtern.
Zu lernen, wann und wie man 3D-Druck-Tricks anwendet, kann das Drucken erleichtern, und Experten sind sich im Allgemeinen einig, dass dies notwendig ist. Sie können den Erfolg jedes Drucks steigern und dabei helfen, einige der häufigsten Herausforderungen zu meistern.
Ein Floß und ein Brett sind im Wesentlichen dasselbe. Kanten können jedoch schneller und mit weniger Filament gedruckt werden. Sie bieten eine stabile Basis für den Rest des Drucks und sorgen für eine gute Haftung am Druckbett, um Verformungen und Defekte beim Abkühlen des Drucks zu verhindern. Sie eignen sich hervorragend für Projekte mit einer kleinen Basis oder wenigen Kontaktpunkten, für hohe, schmale Geometrien, die zum Wackeln neigen, und für die Verwendung von Materialien, die zu Verformungen neigen, wie PETG, ABS oder Nylon. Sie sind auch nützlich, wenn Sie ein Bett nivellieren oder auf einer schwierigen Oberfläche wie einer unbeheizten Plattform, Glas oder anderen Materialien drucken müssen.
Kanten sind nicht immer die ideale Wahl für zusätzliche Unterstützung
Eines der wichtigsten Dinge, die Sie vor dem Kauf eines Druckers wissen müssen, ist, dass er nicht Plug-and-Play-fähig ist. Es wird einige Zeit dauern, sich mit den Designtechniken, -prozessen und -systemen vertraut zu machen, bevor Sie erfolgreich hochwertige Drucke erstellen können. Dazu gehört die Einbindung von Elementen wie Stützen, Sparren, Kanten und Schürzen in Ihre Projekte. Es ist auch wichtig zu wissen, wann man sie nicht verwenden sollte.
Kanten können bei kleineren Drucken oder solchen mit begrenzten Kontaktpunkten (was bedeutet, dass sie nicht fest auf dem Bett sitzen) definitiv hilfreich sein, indem sie zusätzlichen Halt bieten. Aber das ist nicht immer eine gute Idee. Wenn Sie möchten, dass der endgültige Druck nahtlos und professionell aussieht, müssen Sie die Kante nach dem Trocknen abschneiden. Dies erfordert zusätzliche Projektzeit und Werkzeuge zum Ausschneiden des Bauteils sowie zum Schleifen oder Endbearbeiten des Teils, um alle zurückgebliebenen Defekte und Verunreinigungen zu entfernen. Bei kleinen Teilen ist das kein großes Problem, bei großen Modellen braucht es aber Zeit. Wenn sie eine breite, flache Basis haben sollen, ist ein Rand ohnehin nicht nötig. Sie sollten sie auch nicht verwenden, wenn die unteren Schichten eines Teils komplex gestaltet sind oder ineinandergreifende Teile wie bei einem Puzzle aufweisen. Die Unterseite des Drucks kann sich beim Drucken und Abkühlen mit der Unterlage verbinden und diese Eigenschaften beeinträchtigen. Wenn Sie etwas drucken, das eine sichtbare Basis haben muss, vermeiden Sie außerdem den Rand.
Schließlich benötigen die Kanten zusätzliches Filament. Zu den versteckten Kosten des 3D-Drucks, die Sie kennen müssen, bevor Sie beginnen, gehören die Materialien. Die Verwendung von zusätzlichem Filament für eine gestanzte Basis erhöht die Gesamtkosten des Projekts.
