Man kann davon ausgehen, dass ein bestimmtes Telefonmodell unabhängig davon, in welchem Land man es kauft, über die gleichen Funktionen verfügt. Bei der Pixel-10-Reihe ist dies jedoch nicht der Fall. Während die internationalen Versionen des Pixel 10, 10 Pro und 10 Pro XL über einen physischen SIM-Kartensteckplatz verfügen, wie es bei den Smartphones des Unternehmens üblich ist, verzichten die US-Telefone auf den Steckplatz und nutzen erstmals vollständig eSIM.
Andere Telefonmarken verkaufen ihre Produkte je nach Region mit geringfügigen Abweichungen in den Spezifikationen. Beispielsweise unterscheiden sich europäische iPhones in Hardware und Software stark von amerikanischen Modellen.
Google kündigte auf seiner Made By Google-Veranstaltung im August 2025 die Pixel 10-Serie der 10. Generation zusammen mit dem Pixel 10 Pro Fold, der Pixel Watch 4 und den Pixel Buds 2a an. Die neuen Geräte verfügen über eine Handvoll Verbesserungen, darunter einen neuen Tensor G5-Chip unter der Haube und kabelloses Laden mit bis zu 25 W Qi2.2. Aber abgesehen von all den coolen neuen Funktionen, die der Android-Hersteller während seiner Veranstaltung vorgestellt hat, war diese Änderung an SIM-Karten durch Google still und leicht zu übersehen. Es gibt Vor- und Nachteile, eine eSIM anstelle einer physischen SIM-Karte zu verwenden, aber Google nannte auf die Frage, warum es sich entschieden hat, den Steckplatz bei den Telefonen der Pixel-10-Serie in den USA aufzugeben, unterschiedliche Gründe.
Warum Google den physischen SIM-Kartensteckplatz aus US-Pixel-10-Telefonen entfernt hat
In einer Antwort an PC Mag, die nach der Entfernung der physischen SIM-Karte durch Google fragte, sagten Unternehmensvertreter, sie müssten sich aufgrund des begrenzten Platzes in den Geräten zwischen der Integration von Komponenten für mmWave 5G-Unterstützung und einem SIM-Steckplatz entscheiden. Letztendlich mussten sie Kompromisse eingehen und den Steckplatz aufgeben, da nach Angaben des Unternehmens Netzbetreiber in den USA für den Verkauf von Telefonen verlangen, dass sie mmWave 5G unterstützen, weil sie die schnellsten drahtlosen Geschwindigkeiten bieten.
Da die internationalen Telefone der Pixel 10-Serie keine mmWave 5G-Unterstützung benötigen, haben sie den physischen SIM-Steckplatz beibehalten. Zusätzlich zum mmWave-Kompromiss stellt Google fest, dass 70 % der Pixel-Besitzer in den USA bereits nur eSIM-Karten nutzen, was darauf hindeutet, dass sie im Gegensatz zum Rest der Welt bereits auf physische SIM-Karten verzichtet haben. Dies war ein weiterer Grund, seinen Platz auf den internationalen Märkten zu behaupten.
Google teilte Android Central außerdem mit, dass der Schritt es ihm erlaube, sein bisher „sauberstes Design“ anzubieten, ohne SIM-Fach oder mmWave-Antennenausschnitt. Während die Entfernung des SIM-Kartensteckplatzes für die Unterbringung von mmWave-5G-Komponenten gedacht war, schlug Google vor, dass der zusätzliche Platz auch für andere Verbesserungen genutzt werden könnte. In seiner Erklärung gegenüber Android Central erklärte das Unternehmen, dass Pixel 10-Telefone ohne SIM-Steckplatz mehr Platz für Akku und andere Funktionen bieten.