Garmin ist zweifellos einer der bekanntesten Namen im Bereich Verbrauchertechnologie und dominiert die Märkte für Fitness-Tracker, Uhren und GPS-Navigation (und sogar Smartwatches mit GPS). Von eingefleischten Marathonläufern bis hin zu Wochenendwanderern hat die Marke eine äußerst treue Nutzerbasis aufgebaut. Aber im Gegensatz zu einigen Technologiemarken, die unter dem Dach riesiger Konzerne operieren oder sich ausschließlich in Privatbesitz befinden, ist die Eigentümerstruktur von Garmin wirklich gemischt.
Da Garmin ein börsennotiertes Unternehmen ist (an der NYSE als GRMN notiert), gibt es keinen einzigen Unternehmensoberhaupt. Stattdessen befindet es sich im Besitz einer Mischung aus institutionellen Anlegern, Investmentfonds und Einzelaktionären. Bemerkenswert ist, dass Großinvestoren wie Vanguard knapp 10 % besitzen, während BlackRock rund 8 % besitzt. Das Unternehmen wurde 1989 gemeinsam von Gary Burrell und Dr. Min Kao gegründet (deren teilweise Vornamen zusammen den Spitznamen „Gar-Min“ ergeben). Obwohl Burrell im Jahr 2019 verstarb, bleibt Kao eine zentrale Figur in der Organisation und fungiert derzeit als geschäftsführender Vorstandsvorsitzender.
Auf dem Papier ist Garmin technisch gesehen ein Schweizer Unternehmen, da sich der rechtliche Hauptsitz in Schaffhausen in der Schweiz befindet. Aber lassen Sie sich nicht vom Papierkram des Unternehmens täuschen. Die wahre Magie – von den Führungskräften, die die Bestellungen entgegennehmen, bis hin zu den Teams, die die Uhren entwerfen und den Kunden helfen – findet in den Vereinigten Staaten statt, am riesigen Hauptsitz des Unternehmens in Olathe, Kansas.
Wo genau stellt Garmin alle seine Uhren her?
Da sich Garmins operativer Hauptsitz in Kansas befindet, kann man leicht davon ausgehen, dass die beliebten Wearables auch dort hergestellt werden. Das Werk in Olathe kümmert sich jedoch nur um die Herstellung bestimmter Garmin-Luftfahrtsysteme und Automobilprodukte. Garmin-Smartwatches werden tatsächlich im Ausland in Taiwan hergestellt. Das Unternehmen betreibt große automatisierte Produktionsanlagen in Städten wie Taoyuan, die als Hauptdrehscheibe für die Montage seiner tragbaren Technologien dienen.
Aber das macht Garmins Aufbau heute so ungewöhnlich: Das Unternehmen baut tatsächlich seine eigene Ausrüstung. Viele große Technologiemarken entwerfen ein Produkt einfach in den Vereinigten Staaten und bezahlen dann eine riesige ausländische Fabrik, um alles zusammenzubauen. Garmin macht das nicht. Das Unternehmen besitzt und betreibt eigene Fabriken in Taiwan und verwaltet den gesamten Prozess von Anfang bis Ende. Da Garmin die Verantwortung nicht an einen Mittelsmann weitergibt, kann Garmin alles von der Teileauswahl bis hin zum abschließenden Stresstest genau im Auge behalten. Dies könnte einer der Gründe sein, warum Garmin-Uhren die Apple Watch für Fitnessnutzer schlagen.
Dieser praktische Ansatz ist einer der Hauptgründe, warum High-End-Uhren wie die Enduro oder die Venu tatsächlich in jeder Wildnis überleben können, in die man sie mitnimmt. Auch wenn es viele Smartwatch-Mythen gibt, an die Sie nicht glauben sollten, sollten Sie sich eines bewusst machen: Garmin hat seinen Sitz in der Schweiz, seinen Hauptsitz in Kansas und stellt seine Produkte in Taiwan her.
