Es lässt sich nicht leugnen, dass der Einsatz von KI sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich transformativ ist. Die Unterstützung der Technologie erfordert jedoch viele Ressourcen. Das Erstellen einer einfachen E-Mail mit ChatGPT erfordert beispielsweise viel mehr Wasser, als Sie vielleicht denken, und ein einzelnes Amazon-Rechenzentrum hat schätzungsweise 2,5 Milliarden Gallonen Wasser pro Jahr verbraucht.
Leider standen die Bewohner von Cheyenne, Wyoming, an der Spitze der Debatte über KI-Rechenzentren, als das Unternehmen, das das neue Rechenzentrum von Meta baute, das Abwasseraufbereitungssystem der Stadt verschmutzte. Der Schadstoff? Bakterien namens Cupriavidus gilardii, die bei immungeschwächten Menschen schwere Infektionen verursachen können. Nachdem die Kontamination bei einem Routinetest im Februar 2026 entdeckt und auf Goat Systems LLC (die mit dem Bau des Rechenzentrums beauftragt war) zurückgeführt wurde, reagierte die städtische Versorgungsbehörde schnell und widerrief Metas Entlastungsprivilegien. Als langfristige Maßnahme wurde außerdem eine Richtlinie eingeführt, die das Einleiten von Wasser aus Einrichtungen wie Rechenzentren verbietet, die auf Füll- und Spülsysteme und geschlossene Kühlkreisläufe angewiesen sind.
Die gute Nachricht ist, dass die Bakterien nicht die Trinkwasserversorgung in der Hauptstadt Wyomings verunreinigt haben, wohl aber zwei Aufbereitungsanlagen. Als Reaktion darauf hat der Rat das Wasserwiederverwendungssystem, das Wasser reinigt und zur Bewässerung wiederverwendet, vorübergehend abgeschaltet. Nach monatelangen Aufräumarbeiten nahm die Anlage am 29. Juni endlich den Betrieb wieder auf.
Wie wurde das Wasser durch den Bau des Rechenzentrums verschmutzt?
Im Allgemeinen sind die Menschen neuen Rechenzentren gegenüber misstrauisch. Beispielsweise äußerten Einwohner von Newton County, Georgia, deutlich ihre Besorgnis über ein großes Meta-KI-Rechenzentrum, da sie zuvor Probleme mit der Wasserversorgung hatten. Was viele Online-Nutzer jedoch vergessen, ist, dass es sich bei dem Cheyenne-Vorfall nicht um ein aktives, sondern um ein im Bau befindliches Rechenzentrum handelte.
Was passierte, war, dass Goat Systems LLC unbeabsichtigt das Wasser, das die Bakterien transportierte, in das Wasserrückgewinnungssystem einleitete. Insbesondere während der Inbetriebnahme, während des Füll- und Spülvorgangs, füllte das Unternehmen den Kühlkreislauf mit Wasser. Dann spülte er die Rohre mit Wasser, um eventuelle Rückstände zu entfernen, und leitete das Spülwasser dann in die Abwasserkanalisation. Obwohl das Spülwasser die Bakterien bereits enthielt, haben die Behörden keine Ahnung von deren tatsächlichem Ursprung. Tatsächlich verkaufte das Cheyenne Public Utilities Board das Wasser, das es für die Toilettenspülung verwendete, an den Auftragnehmer.
Letztendlich war der Schaden minimal und neue Anforderungen, die nach dem Vorfall eingeführt wurden, werden dazu beitragen, ähnliche Probleme zu verhindern. Beispielsweise müssen Unternehmen, die auf einen geschlossenen Kühlkreislauf angewiesen sind, eigene Sammelsysteme aufbauen, anstatt das Wasser in die städtische Kanalisation abzuleiten. Technisch gesehen gingen die Bürger als Sieger hervor.