Um den aktuellen Verlauf der KI-Entwicklung aufrechtzuerhalten, ist Rechenleistung erforderlich. Diese Rechenleistung kommt nicht aus dem Nichts und ist auf Rechenzentren angewiesen, weshalb solche Einrichtungen immer wieder aus dem Boden schießen. Die Situation wird immer schlimmer. Über die Umweltauswirkungen des Betriebs neuer Rechenzentren bestehen möglicherweise keine großen Bedenken, und viele davon werden in von Dürre betroffenen Gebieten gebaut. Abgesehen von der Debatte über den Klimawandel lehnen Anwohner „Computerfabriken“ oft ab, wenn sie sich sozusagen auf uns auswirken. Beispielsweise waren die Einwohner von Newton County, Georgia, offen unzufrieden mit dem Bau des neuen Rechenzentrums von Meta in der Gegend und führten Probleme bei der Wasserversorgung an.
Dies wird zu einem zentralen Thema in den Vereinigten Staaten. Berichte, dass die Rechenzentren von Amazon in einem Jahr 2,5 Milliarden Gallonen Wasser verbrannten, waren nichts anderes als eine Bestätigung dessen, was Kritiker bereits über die Auswirkungen von KI auf die Umwelt wussten. Während diese besondere Schlagzeile von vielen vielleicht unbemerkt geblieben ist, demonstrierten die Einwohner von Nashville überraschenderweise gegen den Bau des neuen Rechenzentrums von DC Blox, um Tiere in einem nahegelegenen Zoo zu schützen. Von was genau?
Nun ja, Rechenzentren treiben nicht nur die Strompreise in die Höhe. Zusätzlich zur Beeinträchtigung der Wasserversorgung führen die Anlagen auch zu Lärmbelästigung und Infraschall, was erhebliche Auswirkungen auf die gefährdeten Tiere des Nashville Zoos haben kann. Glücklicherweise löste das Rechenzentrum des Nashville Zoos einen öffentlichen Aufschrei aus. Die Petition sammelte mehr als 520.000 Unterschriften, und der Bürgermeister der Stadt, Freddie O’Connell, brachte einen Gesetzentwurf zum Erwerb des unbebauten Grundstücks ein, auf dem DC Blox das Rechenzentrum errichten wollte.
Nashville zeigt Solidarität mit dem Zoo
Nach Angaben des Nashville Zoos könnte der von dem geplanten 69.000 Quadratmeter großen Datenzentrum neben der Anlage ausgesendete Infraschall den Tieren auf dem Gelände schaden. In einem Blogbeitrag erzählte der Nashville Zoo auch eine Anekdote über einen Rancher aus Texas, der auf seiner Ranch keine Lebendviehgeburten sah, nachdem in der Nähe seines Grundstücks ein Datenzentrum aufgetaucht war. Wasser ist ein weiteres Problem. Das Regenrückhaltesystem des Zoos ist bereits 24 Stunden am Tag in Betrieb, um das Abwasser des für das neue Rechenzentrum geplanten Industrieparks zu reinigen. Am besorgniserregendsten sind die Auswirkungen auf lokale Nebenflüsse, von denen einer sogar staatlich geschützte Flusskrebsarten beherbergt.
Lichtverschmutzung könnte auch den Schlafrhythmus und das Verhalten von Tieren stören, aber das ist nicht nur im Zoo ein Problem. Das betreffende Rechenzentrum wird voraussichtlich mindestens 50 Megawatt verbrauchen, was nach Angaben des Zoos mindestens 30.000 Einfamilienhäusern entspricht und das Stromnetz von Nashville zusätzlich belasten wird. Bürger, die gegen den Bau des Rechenzentrums waren, fanden einen Verbündeten im Bürgermeister von Nashville, Freddie O’Connell, der sagte, die Stadt habe bessere Nutzungsmöglichkeiten für das freie Land gefunden. Deshalb reichte er einen Antrag auf Verurteilung ein, um das Grundstück zu erwerben und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings hat das Land einen Wert von über 36 Millionen US-Dollar, was beweist, dass ein gemeinsamer Feind die Kluft zwischen Bürgern und Politikern problemlos überbrücken kann.