Es stellt sich heraus, dass die meisten Amerikaner eigentlich keine Fans von Gate-Pricing sind, das sich auf die persönlichen Daten eines Käufers stützt, um zu bestimmen, wie viel er für ein Produkt bezahlen sollte. Zu diesen Informationen können frühere Ausgabegewohnheiten, der Standort und alle anderen persönlichen Informationen gehören, die der Einzelhändler möglicherweise in die Hände bekommt, um einen Preis festzulegen. Diese Praxis gibt es schon seit Jahren, als ein investigativer Reporter 2019 herausfand, dass die Target-App die Artikelpreise basierend auf dem vom Benutzer ausgewählten Standort änderte – aber eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Amerikaner ein völliges Verbot dieser Praxis befürworten.
Die neue Umfrage wurde von GBAO Strategies durchgeführt und ergab, dass bis zu 68 % der Wähler glauben, dass Preistechnologien wie die Preisüberwachung direkt zu höheren Lebensmittelpreisen führen werden. 65 % glauben, dass digitale Preisschilder, die es Einzelhändlern ermöglichen, Preise in Echtzeit zu aktualisieren, sich ebenfalls negativ auf die Verbraucher auswirken werden. 67 % der Umfrageteilnehmer sprachen sich für ein vollständiges Verbot dieser Technologien aus. Diese Ergebnisse waren auch nicht auf eine einzelne politische Partei verzerrt, da die Mehrheit aller drei Parteien dem Verbotsvorschlag zustimmte, darunter 67 % der Demokraten, 74 % der Unabhängigen und 61 % der Republikaner.
Warum Amerikaner gegen Preisüberwachung sind
Der Hauptgrund, warum viele Amerikaner offenbar gegen die Preisüberwachung sind, ist, dass sie sich zumindest laut dieser Umfrage direkt auf die Lebensmittelrechnungen auswirken könnte. Allerdings gibt es hier noch einen weiteren Faktor zu berücksichtigen, der laut Electronic Frontier Foundation sogar noch wichtiger ist als nur die möglichen Auswirkungen auf unser Endergebnis, nämlich die Art und Weise, wie er sich auf unsere privaten Daten auswirkt. Die Preisgestaltung für Überwachung hängt direkt von personenbezogenen Daten ab, die nach Ansicht vieler Menschen als Menschenrecht geschützt werden sollten. Zu diesen Daten können das Alter, die Rasse, das Geschlecht usw. einer Person gehören.
Das Schlimmste ist, dass Sie möglicherweise bereits Opfer dieser neuen Art der Preisgestaltung geworden sind. Eine Untersuchung von Consumer Reports zu einem von Instacart im Jahr 2025 durchgeführten KI-Preisexperiment ergab, dass Benutzern unterschiedliche Preise angeboten wurden, wobei der Gesamtunterschied je nach Benutzer manchmal bis zu 23 % höher war. Obwohl die Erfahrung in den Marketingmaterialien des Unternehmens und an Investoren hervorgehoben wurde, waren sich die Kunden selbst nicht darüber im Klaren.
Ein anderes algorithmusbasiertes System namens Dynamic Pricing, bei dem sich die Preise je nach Kundennachfrage und Lagerbestand ändern, ist bei einigen Einzelhändlern wie Amazon und Walmart ebenfalls beliebt geworden. Obwohl diese Methode nicht so datengesteuert ist wie die Preisüberwachung, ermöglicht sie Einzelhändlern dennoch, zu untersuchen, was Kunden durchsuchen und kaufen, um herauszufinden, wofür sie eher bereit wären, Geld auszugeben. Einige gute Beispiele für dynamische Preisgestaltung sind Flugtickets und Einkäufe bei Amazon, obwohl einige Fluggesellschaften wie Delta angeben, Ihre Daten nicht zu verwenden. Glücklicherweise führen US-Senatoren bereits eine Offensive gegen die Unterstützung dieser Preisgestaltungsmethoden.
